Gestiegene Werbeeinnahmen
Spanien bringt Mediaset Gewinne

Mediaset, die Medienholding des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, hat ihr Ergebnis im ersten Quartal 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert.

kk MAILAND. Nicht zuletzt dank der stark gestiegenen Werbeeinnahmen des spanischen Senders Telecinco, an dem Mediaset mehrheitlich beteiligt ist, wuchs der Nettogewinn um mehr als ein Viertel auf 199 Mill. Euro. In Spanien legten die Werbeeinnahmen um mehr als 20 Prozent zu. Auf dem Heimatmarkt Italien, der immer noch mehr als drei Viertel des Gesamt-Umsatzes von 930 Mill. Euro ausmacht, stiegen sie nur um 1,5 Prozent.

Mediaset, deren drei Fernseh-Stationen in Italien zusammen einen Marktanteil von 44 Prozent haben, gehört nur zu 34,3 Prozent der Fininvest-Gruppe der Familie Berlusconi. Der Politiker hatte Mitte April überraschend angekündigt, auf die absolute Mehrheit an dem Privatfernseh-Imperium zu verzichten und fast 17 Prozent seiner Beteiligung zu verkaufen. Dafür kassierte die Familienholding mehr als zwei Mrd. Euro.

Mit 34 Prozent kann die Holding und damit die Familie Berlusconi nach Ansicht von Beobachtern das Unternehmen allerdings weiterhin kontrollieren, da die übrigen Aktien breit gestreut sind. Die Hauptaktionäre anderer italienischer Unternehmen – etwa der Telecom Italia – beherrschen ihre Firmen sogar mit weniger als 30 Prozent Aktienbesitz. Der einzige andere Großaktionär von Mediaset ist die Banca Intesa mit 4,8 Prozent.

In jüngster Zeit waren Gerüchte über ein Engagement von Mediaset an der niederländischen Produktionsfirma Endemol aufgekommen. Nach Angaben des Managements des italienischen Konzerns ist es allerdings noch nicht so weit: „Mit Endemol haben wir keinerlei Verhandlungen begonnen. Aber ich verhehle nicht, dass es eine Produktionsfirma ist, mit der wir zusammenarbeiten und die uns sehr interessiert“, sagte Mediaset-Chef Giuliano Adreani im Interview mit der Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“. Er ließ durchblicken, dass eine Akquisition bisher vor allem am Preis gescheitert ist.

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