Gewinn dank außerordnetlicher Einnahmen
Nikon kommt mit blauem Auge davon

Außerordentliche Einnahmen haben dem japanischen Kamera- und Stepper-Hersteller Nikon geholfen, im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2003/2004 noch einen Gewinn zu erwirtschafteten.

HB TOKIO. Trotz schlechter Verkäufe von Filmkameras, einer geringeren Nachfrage nach Steppern und einem stärkeren Yen habe unter anderem der Verkauf von Immobilien zu einen Reingewinn von 2,05 Mrd. Yen (etwa 16 Mill. €) geführt, teilte das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mit. Das Unternehmen erreichte zwar gute Zugewinne auf dem Markt für Digital-Kameras. Die nach wie vor starke Position im schrumpfenden konventionellen Markt für Fotoapparate führe aber zu Belastungen, wie Nikon-Finanzchef Kenji Enya vor der Presse ausführte.

Nach Schätzungen des Brokerhauses Nomura wird Nikon in diesem Jahr einen Weltmarktanteil bei digitalen Kameras von elf Prozent erreichen und damit nach Branchenführer Sony, Canon, Olympus und Fuji Photo den fünften Rang einnehmen.

Enya äußerte sich überzeugt, dass Nikon im Stepper-Markt in diesem Jahr einen Weltmarktanteil von 50 % erreichen und den bisherigen niederländischen Marktführer ASML wieder auf Rang zwei zurückdrängen könne. Stepper sind spezielle Maschinen, die bei der Chip-Produktion zur Projektion von Schaltkreisen bei der Halbleiterproduktion verwendet werden. „Unser Marktanteil hat sich dieses Jahr deutlich erholt“, sagte Enya weiter.

Der Betriebsgewinn sank den Angaben zufolge per Ende September um 68,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,67 Mrd. Yen. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf etwa 241 Mrd. Yen. Für das Gesamtjahr zum 31. März 2004 wird ein Reingewinn von 5,50 Mrd. Yen erwartet. Für 2003/2004 soll eine Dividende von vier Yen je Aktie gezahlt werden, nachdem es für das Vorjahr keine Gewinnbeteiligung gegeben hatte.

Der Konzern hatte am Freitag unerwartet seine Prognosen für das erste Halbjahr und das Gesamtjahr geändert. Der Analyst Yoshikazu Higurashi von Deutsche Securities nannte die Änderung am Montag „völlig überraschend“ und senkte seine Bewertung von Nikon auf „sell“ von „hold“. Die Aktie schloss am Dienstag um 4,52 % tiefer in einem allgemein schwachen Umfeld bei 1499 Yen. Seit Freitag summierte sich der Wertverlust auf rund zwölf Prozent.

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