Gewinn leicht unter Erwartungen
Sony Ericsson verkauft mehr Handys

Beim weltweit sechstgrößten Handyhersteller Sony Ericsson ist der Vorsteuergewinn im zweiten Quartal unerwartet stark gesunken. Der Handyabsatz des schwedisch-japanischen Konzerns ist dagegen deutlich gestiegen.

HB STOCKHOLM. Im zweiten Quartal verbesserte Sony Ericsson seinen Vorsteuergewinn von 87 (Vorjahr: 113) Mill. € von 70 Mill. € im ersten Quartal, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Vorsteuergewinn von 91,5 Mill. € gerechnet. Mit einem Umsatz von 1,61 (1,5) Mrd. € übertraf der Handy-Hersteller die Prognose von 1,52 Mrd. € leicht.

Im ersten Quartal hatte Sony Ericsson angesichts starker Konkurrenz und gefüllter Lager auf Grund einer veralteten Produktpalette mit seinem Vorsteuergewinn die Analystenerwartungen deutlich verfehlt.

Sony Ericsson, traditionell bekannt für höherpreisige Mobiltelefone, erweiterte jüngst sein Angebot im Niedrigpreis- und mittleren Segment. Dies habe dem Handy-Hersteller im zweiten Quartal zu mehr Marktanteil verholfen, teilte Sony Ericsson mit. Die Auslieferung von Mobiltelefonen sei im Vergleich zum ersten Quartal auf 11,8 Mill. von 9,4 Mill. gestiegen.

„Die höhere Zahl an Auslieferungen spiegelt die Verbreiterung der Produktpalette wider, die eine größere Spanne von Preissegmenten am Markt abdeckt. Der durchschnittliche Verkaufspreis ist wie erwartet stabil geblieben“, erläuterte Sony Ericsson. Im ersten Quartal war der durchschnittliche Verkaufspreis auf 137 € von 150 € im vierten Quartal gesunken, was das Unternehmen mit der höheren Nachfrage nach günstigeren Modellen begründet hatte.

Der weltweite Handy-Markt sei im zweiten Quartal schneller gewachsen als erwartet, teilte Sony Ericsson mit. Dies sei hauptsächlich auf die steigende Nachfrage nach Mobiltelefonen im günstigen Preissegment zurückzuführen.

Sony Ericsson bekräftigte seinen Branchenausblick für das gesamte Jahr. Danach rechnet der Handy-Hersteller mit weltweit 720 Mill. verkauften Mobiltelefonen statt zuvor mit 690 Millionen. Mitte Juni hatte Vize-Präsident Jan Wareby zudem gesagt, Ziel von Sony Ericsson sei es, das Marktwachstum von 15 % bei den Auslieferungen zu übertreffen.

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