Gewinnerwartungen übertroffen
E-Plus macht KPN wieder Freude

Der Mobilfunkanbieter E-Plus sieht erste Erfolge seiner Discount-Strategie. Davon hat auch der niederländische Mutterkonzern im ersten Quartal 2006 profitiert. KPN steigerte das Ergebnis kräftig, es gab dabei jedoch einen Wermutstropfen.

HB AMSTERDAM/DÜSSELDORF. Der drittgrößte deutsche Mobilfunkkonzern E-Plus hat dank eines kräftigen Kundenwachstums seiner niederländischen Mutter KPN im ersten Quartal zu einem höheren Betriebsgewinn als erwartet verholfen. Auch die Übernahme des kleineren Konkurrenten Telfort im vergangenen Jahr trug entscheidend dazu bei, dass KPN einen anhaltenden Kundenschwund in der Festnetzsparte mehr als ausgleichen konnte.

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verdiente KPN im Auftaktquartal 1,21 Mrd. Euro nach 1,09 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Telekommunikationsunternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 1,17 Mrd. Euro gerechnet. Der Umsatz stieg wie erwartet um 3,9 Prozent auf drei Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr 2006 rechnet KPN weiterhin mit einem kaum veränderten Ebitda und einem Anstieg des Umsatzes im unteren einstelligen Prozentbereich. KPN-Papiere verteuerten sich bis zum Mittag um mehr als vier Prozent auf über 9,70 Euro.

Strategiewechsel bei E-Plus greift

Die deutsche KPN-Tochter E-Plus gewann nach eigenen Angaben in den ersten drei Monaten 694 000 Kunden, womit sich die Kundenzahl per Ende März auf 11,4 Mill. erhöhte. „Der Marktanteil ist damit von 13,3 Prozent Ende März 2005 um 0,8 Prozentpunkte auf 14,1 Prozent gestiegen“, erklärte das Unternehmen. Das Kundenplus wirkte sich auf den Umsatz aus, der um 25 Mill. Euro auf 665 Mill. Euro stieg. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 25 Prozent auf 169 Mill. Euro.

Ausgezahlt habe sich der vor fast einem Jahr begonnene Strategiewechsel. E-Plus verfolgt seit Juni eine Mehrmarkenstrategie und vermarktet unter anderem das Discount-Angebot simyo sowie die Flatrate-Marke Base. Außerdem kooperiert das Unternehmen zur Auslastung des Netzes mit Partnern wie Viva oder Medion. Mit dieser Strategie sei es gelungen, mehr Kunden bei gleichzeitig sinkenden Akquisitionskosten zu gewinnen. „Obwohl es für ein Urteil über den Erfolg noch zu früh ist, sind wir doch sehr erfreut, die ersten zufrieden stellenden Resultate unseres Strategiewechsels zu beobachten“, sagte Stan Miller, Aufsichtsratschef von E-Plus.

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