Google wehrt sich
EU-Wettbewerbsvorwürfe nicht gerechtfertigt

Im Streit mit Google sind der EU-Kommission vor allem die prominent platzierten Treffer aus der Preissuchmaschine Google Shopping ein Dorn im Auge. In dem Wettbewerbsverfahren hat der Konzern nun seine Sicht vorgelegt.

BrüsselGoogle geht in dem langjährigen europäischen Wettbewerbsverfahren auf Konfrontationskurs zur EU-Kommission. Die Vorwürfe der Brüsseler Wettbewerbshüter seien ungerechtfertigt, erklärte der Internet-Konzern in einem Blogeintrag am Donnerstag. Google sorge im Gegenteil für mehr Auswahl für europäische Verbraucher.

Die Kommission hatte Google im April formell vorgeworfen, in der Suchmaschine den eigenen Shopping-Dienst mit Links zu Online-Händlern zu bevorzugen. Konkurrierende Preissuchmaschinen würden dadurch benachteiligt. Wettbewerbs-Kommissarin Margrethe Vestager sagte, sie befürchte, Google habe sich „einen unfairen Vorteil verschafft“. In Wettbewerbsverfahren drohen als letzte Konsequenz Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes – Google hatte 2014 Erlöse von 66 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

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