Griechenland
DTAG-Gegner zwingen OTE zu Open-Air-Hauptversammlung

Wütende Demonstranten, die sich gegen den wachsenden Einfluss der Deutschen Telekom bei dem griechischen Telekommunikationskonzern OTE richteten, zwangen das Unternehmen eine Hauptversammlung unter freiem Himmel abzuhalten.

HB ATHEN. Etwa 20 wütende Gewerkschafter versperrten den Zugang zur OTE-Zentrale, in der die Aktionäre über die Unternehmensbilanz 2008 abstimmen sollten. Daraufhin erteilten eine handvoll Anteilseigner ihre Zustimmung kurzerhand vor den Toren der Konzernzentrale. Die Aktionäre vertraten mehr als die Hälfte des OTE-Kapitals.

Die rund 20 Demonstranten am Eingangstor versuchten das OTE-Management und die Anteilseigner aus mehreren Meter Entfernung mit Wasser zu bespritzen und riefen wütende Parolen. "Das ist eine Farce", sagte einer der Gewerkschafter nach dem Ende der Veranstaltung. Auf einem Transparent stand geschrieben: "Unsere Mühe wird nicht zum Gewinn der Deutschen Telekom werden." Griechenland will über ein Optionsgeschäft einen weiteren Anteil von fünf Prozent an OTE an die Deutsche Telekom veräußern. Die Beteiligung des deutschen Unternehmens würde damit auf 30 Prozent steigen, wodurch die Deutschen größter Aktionär wären. OTE ist Marktführer im Festnetz- und Mobilfunkgeschäft in Griechenland und auch in Rumänien, Bulgarien, Mazedonien und Albanien aktiv.

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