Großaktionäre einigen sich
Slim bei Telekom-Austria fast am Ziel

Die Telekom-Austria-Großaktionäre ÖIAG und America Movil stehen kurz vor dem Abschluss der geplanten Allianz. Damit könnte der mexikanische Milliardär Carlos Slim seinen Einfluss im Konzern weiter ausbauen.
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WienDie wichtigsten Eckpunkte der geplanten Allianz der Telekom-Austria-Großaktionäre ÖIAG und America Movil stehen. Der Aufsichtsrat der Staatsholding ÖIAG habe am Freitag grünes Licht für Endverhandlungen über ein Bündnis mit dem vom mexikanischen Milliardär Carlos Slim kontrollierten Konzern gegeben. In den kommenden Wochen würden nun die beiden Partner weitere Gespräche führen, teilte die Staatsholding im Anschluss an die Aufsichtsratsitzung mit.

Bis zur tatsächlichen Unterzeichnung des Aktionärspakets könnten noch einige Wochen vergehen. Mit dem Bündnis wollen die beiden Eigentümer, die zusammen auf gut 55 Prozent der Telekom-Austria -Aktien kommen, künftig gemeinsam die Geschicke des österreichischen Konzerns bestimmen. Dabei verpflichten sie sich, strategisch wichtige Entscheidungen bei der Telekom abzustimmen. Allerdings wird damit nach österreichischem Recht auch ein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre fällig.

Slim vergrößert mit dem Pakt seinen Einfluss auf die Telekom Austria. Im Zuge des Bündnisses will er seinen Telekom-Anteil auf über 30 Prozent von derzeit 26,8 Prozent aufstocken - mit dem Ziel, das Unternehmen zu konsolidieren, wie ÖIAG-Chef Rudolf Kemler kürzlich sagte. Der staatliche Großaktionär ÖIAG, der aktuell 28,4 Prozent an Telekom Austria hält, strebt weiterhin eine Sperrminorität von mindestens 25 Prozent und einer Aktie an und dringt auf den Verbleib der Konzernzentrale sowie der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Österreich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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