Hälfte der Kinos betroffen
Verdi will Cinemaxx bestreiken

Geht es nach der Gewerkschaft Verdi, werden am Abend Vorstellungen in Cinemaxx-Kinos ausfallen. Hintergrund ist der Streit um Arbeitszeiten und Löhne.

HB BERLIN. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Samstagabend Streiks in der Hälfte der Kinos des Unternehmens Cinemaxx angekündigt. Grund sei die Kündigung des Firmentarifvertrags vor 13 Monaten, hieß es. Seitdem müssen neu eingestellte Beschäftigte erhebliche Einbußen sowohl beim Stundenlohn als auch bei den Sozialleistungen hinnehmen, so die Gewerkschaft.

Sie wirft Cinemaxx außerdem vor, in einigen Kinos von der tariflichen Nachwirkung geschützten Arbeitsbedingungen zu unterlaufen. Verdi fordert für die in den Kinos Beschäftigten, den Stundenlohn um 25 Cent zu erhöhen. Außerdem verlangt die Gewerkschaft einheitliche Bedingungen auf Grundlage der bestehenden Tarifregelungen.

Die Beschäftigten in den Kinos leisteten seit Jahren einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Sanierung des Unternehmens und hätten mitgeholfen, dass sich Cinemaxx am Markt besser behaupten könne als die Konkurrenz, argumentierte Verdi. Bisher würde Cinemaxx Verhandlungen verweigern und habe das Angebot eines Schlichtungsverfahrens ausgeschlagen. Nach Gewerkschaftsangaben will das Unternehmen die Arbeitszeiten verkürzen und den Anteil befristeter und geringfügiger Arbeitsverhältnisse erhöhen.

Cinemaxx betreibt nach eigenen Angaben bundesweit 47 Kinos, darunter 36 Multiplex-Häuser.

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