Hersteller erwarten für 2005 eine Halbierung der Wachstumsrate
Samsung warnt vor einem schwächeren Chip-Markt

Die Chipbranche stellt sich auf ein Ende des stürmischen Wachstums ein. Im kommenden Jahr werde der Markt nur noch halb so stark wachsen wie 2004, sagte Hwang Chang Gyu, Chef der Halbleitersparte von Samsung, gestern in Seoul. Der Manager des zweitgrößten Chipherstellers der Welt geht davon aus, dass die Industrie 2005 lediglich ein Plus von zehn Prozent erreichen kann.

jojo MÜNCHEN. Hwang steht mit seiner zurückhaltenden Einschätzung nicht alleine da. Auch die Marktforscher von I-Suppli prognostizieren, dass sich der Chip-Boom im kommenden Jahr deutlich abkühlen werde. Damit aber noch nicht genug: 2006 werde die Branche mit einem Plus von nur zwei Prozent sogar noch tiefer fallen, warnen die Analysten. Dies werde dann jedoch der Tiefpunkt in dem traditionell stark schwankenden Markt sein.

Von einem tiefen Einbruch, wie ihn die Industrie 2001 erlebte, kann damit keine Rede sein. Doch der Aufschwung in der Branche ist deutlich kürzer, als die Industrie das erhofft hatte. Vor allem die schwachen PC-Verkäufe trüben nach Einschätzung von Samsung-Manager Hwang das Bild der Chipbranche, da die Computerbauer die wichtigsten Kunden sind: „Es fehlt eine so genannte Killer-Anwendung“, sagt Hwang, „alleine mit der Wiederbeschaffung ist auf dem PC-Markt kein großes Wachstum zu erzielen“.

Der koreanische Konzern will sich deshalb in Zukunft stärker auf dem Mobilfunkmarkt engagieren. Doch auch die Nachfrage nach Halbleitern für Handys wird nach Einschätzung von Analysten 2005 einen Dämpfer bekommen. Das trifft vor allem Texas Instruments, den derzeit größten Hersteller von Kommunikationschips. Dazu kommt, dass weltweit gerade zahlreiche Chipwerke im Bau sind oder aufgerüstet werden. Die zusätzlichen Kapazitäten werden unweigerlich auf die Preise drücken.

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