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IBM: Computer-Pionier im Wandel zum Dienstleister

Der massive Stellenabbau bei IBM spiegelt den tiefgreifenden Wandel des weltgrößten Computerkonzerns wider. Das traditionsreiche Computergeschäft spielt nach der Übernahme der Wirtschaftsberatung Pricewaterhousecoopers eine immer geringere Rolle.

dpa HAMBURG. Der massive Stellenabbau bei IBM spiegelt den tiefgreifenden Wandel des weltgrößten Computerkonzerns wider. Das traditionsreiche Computergeschäft spielt nach der Übernahme der Wirtschaftsberatung Pricewaterhousecoopers eine immer geringere Rolle.

Angesichts fallender Preise und harter Konkurrenz bei Hardware hatte das Unternehmen entdeckt, dass Dienstleistungen ein viel besseres Geschäft sein können. Inzwischen machen sie rund die Hälfte des Umsatzes aus und haben wie zum Beispiel Personalmanagement oft nichts mehr mit der Computerbranche zu tun.

Als Konsequenz verkaufte IBM - der Konzern, der unter anderem den Personal Computer einst groß gemacht hatte - seine PC-Sparte nach einem Mrd.-Verlust an den chinesischen Wettbewerber Lenovo. Was noch blieb, war die gewaltige, zum Teil aus Nachkriegszeiten stammende Infrastruktur. Angesichts veränderter Schwerpunkte in der globalisierten Wirtschaft sei schon lange nicht mehr zeitgemäß, betonte Konzernchef Samuel J. Palmisano und kündigte im Mai den Abbau von 13 000 Stellen an. Nun sollen es nochmal 1 500 mehr werden. Das Ziel vor allem: Europa und darunter auch die 27 000 Stellen in Deutschland. Vor dem Abbau beschäftigte IBM weltweit noch rund 322 000 Menschen, nachdem etwa 10 000 Mitarbeiter bereits mit der PC- Sparte zu Lenovo gewechselt waren.

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