Infineon-Tochter
Qimonda-Börsengang wird milliardenschwer

Infineon hat Details zum Börsengang seiner Speicherchip-Tochter Qimonda im Spätsommer vorgelegt. Demnach wird die Emission ein Volumen von bis zu 1,13 Mrd. Dollar haben. Infineon will sich erstmal nur von einem Teil seiner Anteile trennen.

WASHINGTON. Das Unternehmen biete 63 Mill. Anteile in einer Preisspanne von je 16 bis 18 Dollar an, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht am Freitag. Infineon hatte bereits im Mai angekündigt, Qimonda im zweiten Halbjahr an die Börse bringen zu wollen; Experten gehen von Ende August aus. Ein Listing wird an der New York Stock Exchange (Nyse) angestrebt.

Den Börsengang werden federführend die Banken J.P. Morgan, Citigroup und Credit Suisse abwickeln. Mit im Boot sind aber auch Deutsche Bank, Hypo-Vereinsbank und ABN Amro. Damit bestätigten sich entsprechende Medienmeldungen vom Vortag.

Es werde eine Mehrzuteilungsoption, ein so genannter Greenshoe, von 15 Prozent oder 9,45 Mill. Stücken eingeräumt, hieß es weiter. Der Greenshoe wird üblicherweise beansprucht, wenn die Nachfrage nach den Aktien stark ist. Anderenfalls gehen die Aktien ans Unternehmen zurück. Inklusive des Greenshoes wird der Streubesitz dann bei 21 Prozent liegen.

Zwei Drittel der Emission von 42 Mill. Anteilen stammen aus einer Kapitalerhöhung. Zudem trennt sich Infineon von 21 Mio Qimonda-Aktien. Das Unternehmen verpflichtet sich, die eigenen Anteile 190 Tage lang zu halten. Eine Dividende werden die Qimonda-Eigner in „absehbarer Zeit“ keine sehen, wie Infineon weiter mitteilte.

Der Börsengang soll der Mutter bis zu 756 Mill. Dollar einbringen. Zwischen 300 und 350 Mill. Euro davon sollen vor allem in die Fertigungsstätte in Richmond und zu einem geringeren Teil in die Fabriken in Porto und Suzhou investiert werden. 100 Mill. Euro kommen dem Werk in Dresden zugute. Der Rest des Erlöses soll dem Prospekt zufolge in Forschung und Entwicklung fließen.



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