Insolvenz
Ericsson kauft Nortels Mobilfunksparten

Seit Januar sieht sich der kanadische Telekommunikationsausrüster Nortel zahlungsunfähig. Um sich zu sanieren, will sich Nortel von seinen Mobilfunksparten trennen. Offenbar hat sich jetzt Ericsson durchgesetzt - gegenüber mächtigen Konkurrenten.

HB TORONTO. Wie Nortel am Samstag mitteilte, gehen die Segmente CDMA und LTE für 1,13 Milliarden US-Dollar an das schwedische Unternehmen. Beworben hatte sich auch Nokia Siemens, das Netzwerk-Joint-Venture des finnischen Handyherstellers Nokia und des Münchener Industriekonzerns Siemens. Der Verkauf muss von kanadischen und US-Behörden genehmigt werden.

Ericsson habe zugesagt, die Arbeitsplätze von mindestens 2 500 Nortel-Angestellten zu schützen, hieß es in einer Presserklärung der Kanadier weiter. Wie viele Mitarbeiter die Sparten gegenwärtig haben, wurde nicht angegeben. Ein Sprecher war für Einzelheiten zunächst nicht zu erreichen.

Nortel hatte im Januar Gläubigerschutz beantragt. Der Konzern war früher der größte Hersteller von Telekommunikations- Ausrüstung in Nordamerika. Die Zahl der Mitarbeiter ist von 90 000 zu Anfang des Jahrzehnts auf etwa 25 000 gefallen. Die Aktie, die Mitte 2000 bei mehr als 1 100 kanadische Dollar gehandelt wurde, liegt jetzt im Cent-Bereich.

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