Insolvenzverwalter kündigt Mietverträge für Ufa-Kinos
Kinokette Kieft & Kieft stürzt tiefer in die Krise

Die Krise bei der angeschlagenen Lübecker Kinokette Kieft & Kieft spitzt sich weiter zu. Der Grund: Der Insolvenzverwalter der Ufa Theater AG hat sechs Mietverträge der insgesamt 28 Kinos der Neue Filmpalast GmbH gekündigt, bestätigt ein Kieft & Kieft-Sprecher dem Handelsblatt.

lip HAMBURG. Die Neue Filmpalast gehört zu 50 Prozent Kieft & Kieft, den Rest hält der kanadische Investor Onyx. Inhaber der Lübecker Kinokette ist wiederum die australische Firma AHL.

Unter den sechs Kinos sind die beiden Hamburger Häuser Ufa Palast und Grindel-Kino. Seit zwei Monaten hatte die Neue Filmpalast ausstehende Mieten nicht bezahlt. „Wir haben mit dem Insolvenzverwalter eine Stundung der Mieten vereinbart“, sagte ein Kieft-Sprecher.

Kieft & Kieft verhandele nun mit dem Insolvenzverwalter über Mietkürzungen für die sechs von den Lübeckern betriebenen Ufa-Kinos. „Die Gespräche laufen noch“, sagte der Kieft-Sprecher. So lange werde aber der Betrieb aufrechterhalten. Der Insolvenzverwalter der Ufa Theater AG, die Düsseldorfer Kanzlei Metzeler & van Betteray, war für einen Kommentar nicht zu erreichen.

Damit hat sich das Ufa-Engagement für die ehemaligen Inhaber der Lübecker Kinokette, Heiner und Marlies Kieft, zu einem Desaster entwickelt. Die Geschwister hatten im April 2003 die Ufa-Kinos übernommen und vor der Pleite bewahrt. Doch das katastrophale Kinojahr 2003 brachte die Ufa-Kinos finanziell in Bedrängnis. Die AHL- Gruppe musste deshalb als Mitgesellschafter bei Kieft & Kieft hohe Abschreibungen vornehmen.

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