Internationaler Medienmarkt
BBC-Nachrichtenkanal greift CNN an

Bewegung auf dem Fernsehmarkt: Der britische Sender BBC will der Time-Warner-Tochter CNN die Marktführerschaft streitig machen - und rückt dabei auch dem europäischen Sender Euronews zu Leibe. Der will zukünfig auch auf arabisch senden.

LONDON/DÜSSELDORF. Der Nachrichtenkanal BBC World News macht CNN und Euronews die Rolle als führende internationale Nachrichtenkanäle streitig. Der kommerzielle Ableger des gebührenfinanzierten britischen Fernsehsenders hat seine Verbreitung und die Werbeeinnahmen in den vergangenen Jahren kräftig gesteigert. Senderchefin Anne Barnard ist optimistisch, in zwei Jahren die Gewinnschwelle zu erreichen.

"Zusammen mit BBC World Service sind wir das führende internationale Nachrichtenangebot", sagte Barnard dem Handelsblatt. BBC World Service ist das traditionsreiche Radio-Angebot der Sendergruppe. Es wird in 33 Sprachen ausgestrahlt und ist werbefrei. Der Fernsehsender BBC World News erreicht nach eigenen Angaben 160 Mill. Haushalte und hat die Zuschauerzahl 2007 um zwei auf 78 Mill. gesteigert. Zum Vergleich: Euronews und die Time-Warner-Tochter CNN erreichen nach Unternehmensangaben jeweils etwa 200 Mill. Haushalte.

"In Europa sind wir die Nummer eins", sagte Euronews-Präsident Philippe Cayla dem Handelsblatt. Der öffentlich-rechtliche Sender mit Sitz in Lyon sendet bereits in sechs Sprachen. Ab Anfang Juli wird Euronews sein Programm auch in Arabisch verbreiten. "Im Vergleich zu unseren Wettbewerbern ist die Vielsprachigkeit von Euronews ein echter Vorteil", sagte Cayla am Wochenende.

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