Internet-Firma startet in Deutschland – Tomorrow Focus denkt über Kauf einer Preisvergleichs-Seite nach
Shopping.com tritt gegen Google an

Google war gestern, Shopping.com ist heute. Mit zunehmender Popularität des Internet-Einkaufs stößt die zeitraubende Suche des günstigsten Angebots über klassische Suchmaschinen an Grenzen. Davon ist Lorrie Norrington, CEO des Preisvergleichs-Portals Shopping.com fest überzeugt. Das Problem: Der Markt ist in Deutschland bereits hart umkämpft und gut besetzt.

HB DÜSSELDORF/HAMBURG. Preisvergleichsseiten bieten aufbereitete Ranglisten für ein Produkt bei verschiedenen Anbietern, in der Regel mit dem günstigsten Angebot an der Spitze. Ein Klick leitet dann weiter in den Web-Shop des ausgesuchten Händlers. Neben den Preisvergleichsmaschinen Froogle (von Google) und Kelkoo (Yahoo) gibt es eine Vielzahl lokaler Anbieter. Shopping.com ist eine Tochter von Ebay, der weltgrößten Auktionsplattform.

Ein Sprecher des deutschen Versandhandels zeigte sich angesichts der harten Konkurrenz skeptisch, ob Shopping.com das Geschäft beleben werde. Zudem würden Kunden selbst Preisvergleiche anstellen, in dem sie die Webseiten der Anbieter gezielt aufsuchten. Das ist für Norrington keine echte Neuigkeit: „Das ist zu kompliziert. Die Kunden wollen nicht stundenlang Preise und Konditionen diverser Webseiten vergleichen.“

Philipp Hartmann, Gesellschafter und Mitgründer der Seite www.guenstiger.de, stimmt dem zu. Er hält Preisvergleiche in Deutschland weiter für „megainteressant“. Die Deutschen hätten ein besonders Bedürfnis, immer neue Schnäppchen zu finden. Aber auch er warnt: „Ich sehe derzeit keine hohen Zuwächse. Der Markt nähert sich der Sättigung“.

Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, will Hartmann Guenstiger.de noch diesen Monat einen kompletten Relaunch verpassen. „Wir müssen stärker unsere Unabhängigkeit und die Qualität der Händler herausstellen“, räumt er ein. Guenstiger.de prüft die Angaben zu jedem einzelnen Produkt, sagt er. Auch gibt es für die Händler keine Möglichkeit, sich auf die vorderen Plätze einer Suchliste einzukaufen, ohne das günstigste Angebot zu haben. Diese Vorgehen ist von Trefferlisten von Suchmaschinen wie Google bekannt und auch bei Shopping.com möglich.

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