Internetpionier mit Umsatzplus
Marissa Mayer haucht Yahoo frisches Leben ein

Yahoo gelingt die Wende: Der IT-Konzern verbucht wieder erste Erfolge bei der Suchwerbung. Der Kurs von Ex-Google-Managerin Marissa Mayer zahlt sich aus – auch an der Börse. Nur das Anzeigengeschäft bleibt unter Druck.
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San FranciscoEinstand nach Maß. Für ihr erstes volles Quartal als CEO bei Yahoo kann Marissa Mayer eine positive Bilanz vorlegen. Umsatz und Gewinn übertrafen die Erwartungen der Analysten. Aber es bleiben viele Fragezeichen und ungelöste Probleme.

Die Voraussagen für das laufende Quartal sind verhalten, aber die Investoren wollen endlich wieder stabiles Wachstum sehen. Seit ihrem Amtsantritt hat der Mayer-Bonus den Aktienkurs um gut 30 Prozent in die Höhe getrieben. Die Investoren honorierten ihre erste Geschäftsprognose. Die Yahoo-Aktie legte nachbörslich um etwa drei Prozent zu. „Es ist klar, dass das eine langfristige Trendwende ist“, sagte Analyst Ben Schachter von Macquarie Research. Nun muss Mayer ihre Versprechen einlösen.

Zum ersten Mal seit vier Jahren kann der angeschlagene Webpionier für 2012 zumindest wieder für ein volles Geschäftsjahr ein Umsatzplus ausweisen. Es sind zwar nur magere zwei Prozent in einer Branche, in der Konkurrenten wie Google oder Facebook satte zweistellige Umsatzzuwächse ausweisen. Aber zumindest scheint der Abstieg zum Stillstand gekommen sein.

Bei den Vorhersagen für das laufende erste Quartal 2013 zeigt sich Mayer jedoch wieder verhalten. Der Umsatz werde sich zwischen 1,07 und 1,1 Milliarden Dollar bewegen, das operative Einkommen werde bei 155 bis 175 Millionen Dollar liegen. Der Umsatz läge dann nur auf dem Niveau des Vorjahresquartals, der operative Ertrag deutlich darunter.

Für das Weihnachtquartal, das erste Quartal, das die junge CEO nach ihrer Babypause alleine zu verantworten hatte, liegt das Umsatzplus bei netto vier Prozent auf 1,22 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie nach Abzug von Einmaleffekten wird mit 0,32 Dollar angegeben, Analysten hatten mit 0,28 Dollar gerechnet.

Hier machen sich unter anderem die unverminderten Anstrengungen zur Kostensenkung bemerkbar. Belastend hatte sich die Schließung der koreanischen Tochter ausgewirkt.

Sorgen bereitet ausgerechnet weiter das Geschäft mit Online-Display-Anzeigen wie großen Banneranzeigen auf Webseiten. Google und Facebook nehmen Yahoo Kunden und Marktanteile weg, obwohl die Weihnachtszeit traditionell eine starke Anzeigenzeit ist, fiel bei Yahoo der Umsatz um drei Prozent auf 591 Millionen Dollar. Viel ist hierbei dem E-Maildienst zuzuschreiben, so die frühere Google-Topmanagerin Mayer im Analystengespräch. Hier gingen die Werbeschaltungen am deutlichsten zurück.

Die reine Zahl der Werbeschaltungen auf Yahoo-Seiten ging um heftige zehn Prozent zurück. Lediglich eine Erhöhung der Preise dämpfte den Umsatzverfall. Die Talfahrt scheint hier noch nicht beendet, wenn es nach Beobachtern wie dem Onlinedienst Emarketer geht. Er sieht Google in 2013 mit 18 Prozent Marktanteil klar in Führung vor dann Facebook mit 15 Prozent vor Yahoo Yahoo mit nur noch acht Prozent.

Für einen positiven Ausgleich sorgte im Quartal das Geschäft mit Suchanzeigen. Die problembehaftete Partnerschaft mit Microsoft scheint endlich erste Früchte abzuwerfen, der Umsatz hier zog um 14 Prozent auf 427 Millionen Dollar an. Hier gibt es noch „viel Luft nach oben“, hofft sie. Zusammen mit Microsoft arbeite Yahoo intensiv am Ausbau des Suchmaschinengeschäfts.

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Yahoo hat ähnliche Probleme wie Facebook

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  • Yahoo war so weit unten, da blieb nur Pleite oder aufwärts.

  • Marissa Mayer ist der Beweiß, dass eine Frau sehr gut aussehen und es doch nach ganz Oben schaffen kann. Sie hat bestimmt keine Zeit mit Lamentieren vergeudet, wie dies in D weit verbreitet ist.

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