Interview-Aussagen relativiert
Siemens-Betriebsratschef rudert zurück

Siemens-Gesamtbetriebsratschef Ralf Heckmann hat Aussagen zu einer möglichen Verwicklung von IG-Metall-Arbeitnehmervertretern in die Siemens-Affäre relativiert. Er habe sich möglicherweise missverständlich ausgedrückt.

HB FRANKFURT/MAIN. Per Pressemitteilung lies er erklären: „Weder kenne ich einen IG-Metall-Betriebsrat bei Siemens, auf den Begünstigungsvorwürfe zutreffen würden, noch habe ich Indizien dafür.“ Am Donnerstag hatte der IG-Metaller Heckmann der Zeitung „Euro am Sonntag“ zufolge noch gesagt: „Wir gehen davon aus, dass auch in unseren Reihen Fälle hochkommen werden. Ich möchte nicht für alle der mehr als hundert IG-Metall-Betriebsratsvorsitzenden bei Siemens meine Hand ins Feuer legen.“

Die IG-Metall-Zentrale verschickte nun - Gewerkschaftssprecher Jörg Köther zufolge im Auftrag Heckmanns - eine klarstellende Erklärung Heckmanns. Darin heißt es, der Siemens-Gesamtbetriebsratschef habe mit seinen Äußerungen deutlich machen wollen, „dass ich zu einer rückhaltlosen Aufklärung stehe und bei einer derart großen Anzahl von Betriebsräten bei Siemens, nicht für alle meine Kollegen die Hand ins Feuer legen kann. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Möglicherweise habe ich mich an dieser Stelle missverständlich ausgedrückt.“ Im Übrigen ermittele die Staatsanwaltschaft auch nicht gegen Betriebsräte, die der IG Metall angehörten.

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