Interview mit M6-Chef Nicolas de Tavernost
„Werbung im öffentlich-rechtlichen TV verzerrt System“

Nicolas de Tavernost, Chef des französischen Fernsehsenders M6, gilt im Universum von Bertelsmann als Vorreiter. In den vergangenen acht Jahren hat der Manager stets neue Einnahmequellen für den TV-Konzern erschlossen. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt der 58-Jährige, wie er die Erosion bei den Werbeerlösen aufhalten will.

Durch das digitale TV explodiert die Anzahl der Kanäle. Die großen Dampfer wie RTL oder M6 verlieren Marktanteile. Ist das der Anfang vom Ende der Vollprogramme?

Überhaupt nicht. Sicher, Vollprogramme leiden unter einer Erosion der Zuschauerzahlen, das bestreite ich nicht. Aber sie haben einen Wettbewerbsvorteil: Über Alters- und Sozialschichten hinweg Zuschauer zu vereinen. Das hat einen Wert.

Aber den Vollprogrammen gelingt das doch immer weniger?

Unsere Aufgabe ist es eben, solche Programme zu finden, die verschiedene Zuschauergruppen interessieren. Dazu müssen wir mehr TV-Ereignisse schaffen.

Was heißt das?

Ich denke an Unterhaltungsprogramme wie Reality TV, oder Castingshows wie "Nouvelle Star". Sie...

 
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