IT-Dienstleister
Infosys drängt ins Beratungsgeschäft

Der IT-Dienstleister Infosys will ins Beratungsgeschäft einsteigen. Das indische Unternehmen macht damit Accenture, Capgemini und IBM Konkurrenz und kann erste Erfolge vermelden.
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FrankfurtDer indische IT-Dienstleister Infosys wildert in fremden Gefilden. „Infosys will künftig nicht nur im Bereich IT-Dienstleistungen, sondern auch in der Beratung weltweit führend sein“, sagte Franz-Josef Schürmann, der Deutschland-Chef des Unternehmens, dem Handelsblatt (Freitagsausgabe).

Damit tritt Infosys in direkte Konkurrenz mit Unternehmen wie Accenture, Capgemini und IBM. Doch deren Konkurrenz fürchtet das indische Unternehmen nicht. „Wir haben über die Jahre in unserem Outsourcing-Bereich viel Erfahrung mit Geschäftsprozessen gesammelt. Neben unserer Innovationskraft ist dieses Wissen selbstverständlich die Basis für unseren Erfolg als Beratungsunternehmen“, sagte Schürmann.

Dienstleister wie Infosys, Tata oder Wipro haben sich über die Jahre in der westlichen Welt vor allem als so genannte Outsourcer einen Namen gemacht. Die Anbieter übernehmen IT-Routine-Aufgaben für große und kleine Unternehmen. Dazu zählen der Betrieb eines Rechenzentrums, aber auch komplette Prozesse wie etwa das Rechnungsmanagements. Als Beratungsspezialisten sind die indischen IT-Konzerne dagegen bislang weniger bekannt.

Infosys-Manager Schürmann verwies gegenüber dem Handelsblatt auf erste Erfolge mit dem neuen Geschäftsmodell. „Wir haben in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren eine zweistellige Zahl an Neukunden im Zielsegment mittlerer und großer Industrieunternehmen hinzugewonnen“, sagte er. Zudem habe Infosys mehr als 500 Mitarbeiter in Deutschland. Weltweit setzte Infosys im vergangenen Geschäftsjahr rund sechs Milliarden Dollar um.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt

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