IT-Konzern
Strategieschwenk lohnt sich für IBM

Während sich reinrassige Computerbauer in der Krise schwer tun, kommt IBM mit seinem Fokus auf Dienstleistungen und Beratung sowie Software und Großrechner gut durch die Krise. Im abgelaufenen dritten Quartal hat der Konzern, der sein PC-Geschäft vor drei Jahren verkauft hat, seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern können.

MÜNCHEN. IBM-Vorstandschef Samuel Palmisano dürfte es keinen Moment bedauert haben, dass er vor drei Jahren das PC-Geschäft von IBM verkauft hat.

"So wie IBM derzeit aufgestellt ist, kann dem Konzern kein Wettbewerber das Wasser reichen", sagt Tobias Ortwein vom Münchener IT-Beratungshaus PAC. Beispiel Beratung: "IBM kann die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, und das über zahllose Länder und Branchen hinweg", lobt der Analyst. Der seit Jahren schärfste Konkurrent, Hewlett-Packard, sei abgeschlagen, sowohl was den Service-Bereich angehe als auch die Software.

Die jüngsten Quartalszahlen belegen die Stärke von IBM. Der Umsatz ist zwar im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 23,6 Mrd. Dollar gesunken. Den Gewinn konnte die Traditionsfirma von der amerikanischen Ostküste hingegen um 14 Prozent auf 3,2 Mrd. Dollar steigern. "Unser langfristig angelegter Strategieschwenk hin zu Geschäften, die eine höhere Wertschöpfung bringen, bewährt sich mit steigenden Margen, höheren Gewinnen und einem zunehmenden Cash-Flow", kommentierte Vorstandschef Palmisano das Ergebnis.

Mit seinem Gewinnplus schneidet IBM deutlich besser ab als andere große IT-Konzerne. Das Ergebnis von Chip-Weltmarktführer Intel etwa lag im abgelaufenen Quartal trotz eines klaren Aufwärtstrends noch immer um etwa acht Prozent unter Vorjahr.

Bis weit in die 90er-Jahre war IBM stark vom Verkauf von Computern abhängig. Heute erwirtschaften die Amerikaner mit den Rechnern nicht einmal mehr ein Fünftel ihrer Erlöse. Zudem bietet die Firma nur noch Großcomputer und Netzwerkrechner an. PCs und Notebooks hat IBM 2006 an Lenovo aus China abgestoßen. Das mit Abstand wichtigste Geschäft sind inzwischen die IT-Dienstleistungen. Profitabelste und am wenigsten von der Krise betroffene Sparte ist die Software.

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