IT + Medien
Keine betriebsbedingten Kündigungen bei Vodafone D2

dpa-afx DÜSSELDORF/LONDON. Der Mobilfunkkonzern Vodafone D2 will bei der geplanten Umstrukturierung seines Technikbereichs auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. "Wir haben mit dem Management vereinbart, dass es mittelfristig keine betriebsbedingte Kündigungen geben wird", sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft IG Metall, Siegfried Balduin, am Montag in Düsseldorf. Ziel sei es, möglichst viele der 500 betroffenen Mitarbeiter zu halten. Ein Konzernsprecher bestätigte die Angaben.

Um einen Stellenabbau zu vermeiden, sollen die Mitarbeiter weiter qualifiziert und dann in anderen Geschäftsfeldern beschäftigt werden, sagte Balduin. Denkbar sei etwa ein Einsatz im Vertrieb. Zudem sollen in der Zentrale in Düsseldorf weniger Arbeiten an Fremdfirmen vergeben werden.

Neue Strategie

Hintergrund der Umstrukturierung ist der weitgehende Abschluss des UMTS-Netzaufbaus. Vodafone D2 hat in den vergangenen Jahren die dichteste UMTS-Infrastruktur Deutschlands geknüpft. An diesem Dienstag will der britische Mutterkonzern seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen und sich dabei auch zur neuen Strategie äußern. Dem Vernehmen nach wird der weltgrößte Mobilfunkanbieter dabei seine Sparpläne bekannt geben, die einen Stellenabbau umfassen sollen.

Ursprünglich war in Deutschland eine Schließung von Standorten geprüft worden, was die Unternehmensführung aber verwarf. Allerdings stehen dem Vernehmen nach künftig Einschnitte in weiteren Konzernteilen an. So sei etwa die Auslagerung von IT-Abteilungen denkbar und Einsparungen im Marketing möglich. Vodafone D2 hat wie seine Konkurrenten mit der Marktsättigung in Deutschland und dem damit verbundenen Preisverfall zu kämpfen. Im vergangenen Jahr hatte bereits Marktführer T-Mobile umfassende Sparmaßnahmen eingeleitet.

In den vergangenen Wochen war wiederholt über Einschnitte bei Vodafone D2 spekuliert worden. Laut früheren Angaben aus Kreisen der britischen Muttergesellschaft sollen dabei bis zu 2 500 der insgesamt 9 300 Stellen durch Abbau und Auslagerung gefährdet gewesen sein. Vodafone D2 wies dies allerdings zurück.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%