Kartellvorwürfe
Apple beendet E-Book-Streit außergerichtlich

Apple soll den Preis für E-Books durch die Einführung des iPads deutlich erhöht haben. Dem US-Konzern drohte eine Strafzahlung von 840 Millionen Dollar. Nun hat sich das Unternehmen außergerichtlich einigen können.
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BangaloreApple hat im Streit um Preisabsprachen bei elektronischen Büchern mit den US-Bundesstaaten und Verbrauchern eine außergerichtliche Einigung erzielt. Details der Vereinbarung wurden zunächst nicht bekannt. Dem US-Technologiekonzern drohten Schadenersatzzahlungen in Höhe von bis zu 840 Millionen Dollar. Die Kläger warfen Apple und den beteiligten Verlagen vor, beim iPad-Start vor vier Jahren die Preise für E-Books mit einer Art Buchpreisbindung künstlich erhöht zu haben. Das Bezirksgericht von Manhattan forderte die Parteien am Montag auf, die Genehmigung für die Einigung innerhalb von 30 Tagen zu beantragen.

Der Fall begann mit einer Klage des US-Justizministeriums gegen Apple und fünf Verlage. Als Apple im Frühjahr 2010 zur Markteinführung seines iPad-Tablets auch einen E-Book-Store starten wollte, war Amazon die dominierende Kraft in dem Geschäft. Der Online-Händler verkaufte die elektronischen Büchern zum Teil mit deutlichen Rabatten. Apple bot den Verlagen hingegen ein sogenanntes „Agentur-Modell“, das im Kern der deutschen Buchpreisbindung ähnelt: Sie selbst bestimmten den Preis der E-Books. Mit Rückenwind des Apple-Deals setzte die Buchbranche das System auch bei Amazon durch.

Das US-Justizministerium warf Apple und den Verlagen daraufhin im April 2012 vor, mit illegalen Absprachen höhere Preise durchgesetzt zu haben. Die Buchkonzerne legten den Konflikt mit Vergleichen bei und zahlten mehr als 166 Millionen Dollar. Apple ließ dagegen auf einen Prozess in New York ankommen - und verlor. Der Konzern musste unter anderem einen vom Gericht eingesetzten Aufseher zulassen. Die Berufung in diesem Fall läuft noch.

In einer zweiten Welle klagten auch Staatsanwälte aus mehreren US-Bundesstaaten und Verbraucher. Sie gingen davon aus, dass die Verbraucher wegen der Apple-Deals rund 280 Millionen Dollar mehr bezahlen musste und forderten den dreifachen Betrag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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