Konsolidierungsrunde des Softwaremarktes erwartet
Microsoft und SAP bringen Stein ins Rollen

SAP und Microsoft haben mit ihren inzwischen abgebrochenen Fusionsgesprächen nach Einschätzung von Analysten möglicherweise eine neue Konsolidierungsrunde des Softwaremarktes eingeläutet.

HB FRANKFURT. Dabei ist aber vornehmlich mit einer Marktbereinigung am unteren Ende zu rechnen, weil ganz oben, wo die beiden Konkurrenten und Entwicklungspartner spielen, die Luft zu dünn für solche Kraftanstrengungen zu sein scheint. Auch mögliche Hochzeiten mit einem der anderen "Riesen" wie IBM oder Hewlett-Packard dürften mehr Probleme als Nutzen verursachen.

Die Analysten der Deutschen Bank betrachten Unternehmen wie Sage oder Intuit als nächste Kandidaten für Zusammenschlüsse oder Übernahmen. Dies könnte auch die Zielgruppe für die SAP sein, die im Markt für Mittelstandssoftware noch unterrepräsentiert ist. Die Walldorfer haben schließlich mehrmals betont, keine großen Akquisitionen zu planen, sondern sich in bestimmten Segmenten bzw technologisch verstärken zu wollen. Bei einem Zusammenschluss mit Microsoft hätte SAP vor allem von deren Vertriebsstärke im Markt für mittelständische Unternehmen profitiert, viel mehr aber wohl nicht.

Für den "Koloss von Redmond", der aufgrund seiner marktbeherrschenden Stellung im PC-Markt langsam an das Ende möglichen Wachstums stößt, wäre eine Übernahme der Walldorfer hingegen die Möglichkeit gewesen, auf einen Schlag auch die Marktführerschaft bei Unternehmenssoftware zu übernehmen. Immerhin beläuft sich der weltweite Marktanteil von SAP in diesem Segment, verglichen mit den 5 größten Mitbewerbern auf 54%.

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