Konzern erhöht Prognose trotzdem
Philips verfehlt die Erwartungen

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im ersten Quartal die Erwartungen verfehlt. Dennoch erhöhte der Konzern seine Ergebnisprognose für das Jahr 2010. Anleger zeigten sich in einer ersten Reaktion enttäuscht.

dpa-afx AMSTERDAM. Das Unternehmen setzte 5,965 Mrd. Euro um nach 5,930 Mrd. Euro auf vergleichbarer Basis im Vorjahreszeitraum, wie Philips am Montag in Amsterdam mitteilte. Die fünf von Thomson First Call befragten Analysten waren von 6,120 Mrd. Euro ausgegangen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank von 312 auf 175 Mill. Euro (Prognose 312 Mill. Euro). Unterm Strich erwirtschaftete der Konzern 219 Mill. Euro nach 875 Mill. Euro (Prognose 294 Mill. Euro). In beiden Quartalen blähten allerdings Beteiligungsverkäufe den Überschuss auf.

Philips-Chef Gerard Kleisterlee sprach von "überschatteten Ergebnissen" angesichts einer schwierigen Situation im TV-Geschäft, merklich geringeren Lizenzeinkünften und Belastungen durch Zukäufe. Im Gesundheitsbereich sprach er dagegen von Fortschritten. Im abgelaufenen Quartal sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Abschreibungen von 370 auf 265 Mill. Euro; die Marge verschlechterte sich von 6,2 auf 4,4 Prozent. Dennoch erhöhte das Unternehmen seine mittelfristige Prognose. Bis zum Jahr 2010 will Philips nun eine Ebita-Marge von zehn bis elf Prozent erreichen; bislang lag das Ziel bei zehn Prozent. Die Prognose eines jährlichen durchschnittlichen Umsatzwachstums bis 2010 von mehr als sechs Prozent behielt Philips bei.

Anleger reagierten zunächst enttäuscht: Im vorbörslichen Handel gab die Aktie um mehr als drei Prozent nach.

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