Konzernüberschuss fällt
DuMont Schauberg leidet unter Zukäufen

Der Verlag DuMont Schauberg, der unter anderem den „Kölner Stadt-Anzeiger“ und das Boulevardblatt „Express“ herausgibt, steigerte seine Erlöse im vergangenen Jahr über die Zukäufe – insbesondere der Frankfurter Rundschau – auf knapp 557 Mill. Euro (Vorjahr: 514 Mill.) Doch ohne die Akquisitionen hätte sich ein Umsatzrückgang ergeben.

HB DÜSSELDORF. Die Einkaufstour des vergangenen Jahres wird in der Bilanz des Medienkonzerns DuMont Schauberg sichtbar. Insbesondere der Kauf der „Frankfurter Rundschau“ belastete den Kölner Zeitungsverlag. Nach den Firmenangaben haben vor allem die außerordentlichen Abschreibungen auf den Firmenwert von zwölf Mill. Euro und die Abfindungen mit 20 Mill. Euro zu Belastungen geführt. Der Konzernüberschuss sank 2006 auf 26,1 Mill. Euro. Im Vorjahr waren es noch 29,8 Mill. Euro.

DuMont hatte 2006 außer dem Bundesanzeiger Verlag auch die „Frankfurter Rundschau“ übernommen, die als erste überregionale Zeitung in Deutschland komplett im handlichen Tabloid-Format erscheint. Sie soll „unter neuem Dach zu altem Glanze“ zurückkehren, sagte Verleger Alfred Neven DuMont laut „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Außerdem stieg DuMont mit 25 Prozent bei der israelischen Zeitung „Haaretz“ ein. Dieser Anteil war zuvor Axel Springer angeboten worden. Auf Grund der jahrelangen Verluste verzichtete Konzernchef Mathias Döpfner auf einen Einstieg , berichteten Unternehmenskreise.

Zur aktuellen Geschäftsentwicklung bei DuMont gibt es keine Prognose. Heinz Kiegeland, Sprecher der Geschäftsführung, war am Wochenende für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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