Kunst der Krisenkommunikation
Der Kampf um die Deutungshoheit

PremiumSkandale wie Dieselgate oder das Sommermärchen von den Fifa-Millionen erfordern den Einsatz von Krisenexperten. Ihr Job: Vertrauen retten. Denn wer bei einem Fall zuerst die Deutungshoheit gewinnt, besitzt den Trumpf.

DüsseldorfDie Pressekonferenz von Wolfgang Niersbach geht sicherlich in die Annalen der Krisenkommunikation ein. Was der DFB-Präsident vorige Woche als Stellungnahme zu den tags zuvor veröffentlichten Vorwürfen dubioser Zahlungen geplant hatte, endete als Selbstdemontage. Erst bestritt er schwarze Kassen, dann verschanzte er sich hinter dem Satz: „Da bin ich überfragt.“ Nur kurze Zeit später das Dementi der Fifa. Ein Desaster. Nicht wenige Krisenexperten fragten sich: Was hat Niersbach nur geritten?

Halbwissen, oder auch Nichtwissen, sind ständige Begleiter im Krisenfall. Trotzdem müssen die verantwortlichen Manager, die Gesichter einer Krise, zügig vors Mikrofon treten und Auskunft geben. Was ist da eigentlich...

 
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