Laser-Sparte steigert Gewinn
Jenoptik sieht 2005 rot

Wegen Abschreibungen und Kosten aufgrund der laufenden Umstrukturierung hat der Technologiekonzern Jenoptik im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben. Allerdings steigerte die künftige Kernsparte Photonics ihren operativen Gewinn deutlich.

HB FRANKFURT. Jenoptik erwarte für 2005 einen Verlust nach Steuern im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich nach einem Gewinn von 19 Mill. Euro im Jahr zuvor, teilte der im TecDax gelistete Konzern am Montag mit. Konkrete Zahlen auch für das operative Konzernergebnis nannte Jenoptik jedoch nicht. Der Konzernumsatz fiel auf 1,9 Mrd. Euro von 2,5 Mrd. im Vorjahr, bereinigt um Verkäufe liege er aber auf dem Niveau des Vorjahres, hieß es in der Mitteilung. Der Auftragseingang legte auch dank des größten Auftrags der Firmengeschichte zum Bau einer Halbleiteranlage im Nahen Osten kräftig auf 2,6 (2,37) Mrd. Euro zu.

Die Laser- und Wehrtechniksparte Photonics, auf die sich das Unternehmen künftig konzentrieren will, steigerte ihr Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 39 Mill. Euro. Der Umsatz wuchs elf Prozent auf rund 400 Mill. Euro und lag damit am oberen Ende der vom Unternehmen prognostizierten Spanne. Der Auftragseingang stieg sechs Prozent auf 444 Mill. Euro. Die vom Umsatz her größere aber weniger rentable Anlagenbau-Sparte M+W Zander will der Konzern im ersten Halbjahr 2006 an den Finanzinvestor Springwater verkaufen und dadurch auch seine Verschuldung drastisch reduzieren.

Im laufenden Jahr geht Jenoptik von einer anhaltend starken Auftragslage und einer Konjunkturbelebung für Investitionsgüter aus. Für den Bereich Photonics, der künftig in die drei Sparten Laser&Optik, Sensorik und Mechatronik aufgeteilt werden soll, rechne Jenoptik 2006 mit einem organischen Umsatzwachstum von bis zu zehn Prozent und einer Ebit-Marge vor Holdingkosten von neun bis zehn Prozent. „Wachstumsimpulse sollen vor allem aus der fortschreitenden Internationalisierung, dem strategischen Ausbau der Aktivitäten über Beteiligungen, Kooperationen und Akquisitionen sowie der Vernetzung der Geschäfte untereinander kommen“, hieß es in der Mitteilung.

Es sei aber nicht auszuschließen, dass das Ergebnis 2006 durch den Verkauf der M+W Zander-Gruppe nochmals belastet werde, erläuterte der Konzern. Für 2007 peilt das Jenaer Unternehmen weiter einen Umsatz von rund 500 Mill. Euro an, langfristig will Jenoptik sogar die Milliarden-Grenze erreichen.

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