Liberty Global
Ziggo-Übernahme wird wahrscheinlicher

Alles unter Dach und Fach? Die EU wird Übernahme des niederländischen Kabelnetzbetreibers Ziggo durch Liberty Global offenbar genehmigen. Die EU und Liberty Global halten sich allerdings noch bedeckt.
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Die Europäische Union (EU) wird die 4,9 Milliarden Euro schwere Übernahme des niederländischen Kabelnetzbetreibers Ziggo durch Liberty Global offenbar durchwinken, nachdem der Konzern des Milliardärs John Malone den Verkauf eines Fernsehsenders zugesagt hat. Die Zugeständnisse von Liberty Global sorgen dafür, den formalen Einwänden gegen die Transaktion aus dem Weg zu gehen, wie Bloomberg News am Dienstag von zwei Personen erfuhr, die mit der Prüfung der EU-Wettbewerbshüter vertraut sind.

Zu den Zugeständnissen zählen nach Aussage einer der Personen das Angebot, den Premium-Kanal Film 1 zu verkaufen, das Versprechen, den Zugang von Videoinhalte-Anbietern wie Netflix Inc. aufrechtzuerhalten, sowie die Zusage, Rivalen nicht zu benachteiligen, die Inhalte kaufen. Ein EU-Sprecher wollte keinen Kommentar abgeben. Liberty Global wurde nicht umgehend erreicht, während Ziggo die Bitte um eine Stellungnahme von Bloomberg News an Liberty Global verwies.

Die EU-Aufseher haben bis zum 3. November Zeit, eine Entscheidung über die Liberty-Global-Ziggo-Transaktion zu fällen. Der Vorstandschef von Ziggo, René Obermann, könnte informierten Kreisen zufolge nach dem Verkauf von Ziggo an den Medienkonzern zu Warburg Pincus wechseln. Die Private- Equity-Firma verhandelt mit dem ehemaligen Chef der Deutsche Telekom AG über ein Engagement als Partner, wie Bloomberg News am Montag von einer mit dem Vorgang vertrauten Person erfuhr.

Der Kabelnetzbetreiber Ziggo, der sich bis 2012 im Mehrheitsbesitz von Warburg Pincus und Cinven befand, hatte im Januar dem Verkauf an Liberty Global zugestimmt.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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