Mammut-Verfahren
Urteil im Telekom-Prozess erneut verschoben

Die ersten Klagen stammen aus dem Jahr 2001, doch bis heute ist kein Urteil gefallen. Heute hat das Landgericht Frankfurt im Mammut-Prozess um den Börsengang der Deutschen Telekom erneut Verzögerungen angekündigt
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Frankfurt/MainAuch mehr als elf Jahre nach dem umstrittenen dritten Börsengang der Deutschen Telekom AG zeichnet sich kein Ende des größten deutschen Anlegerprozesses ab. Das Landgericht Frankfurt verlegte am Freitag die für den 19. Oktober geplante mündliche Verhandlung um die Millionenverluste von mehr als 17 000 Kleinanlegern auf den 25. Januar kommenden Jahres. Ob zu diesem Zeitpunkt ein Urteil gesprochen wird, steht noch nicht fest.

Das Gericht begründete seinen Schritt mit noch ausstehenden Entscheidungen zu relevanten Anträgen der beteiligten Rechtsanwälte. In dem Verfahren verlangen rund 17 000 enttäuschte Kleinanleger von der Telekom Schadenersatz für erlittene Kursverluste in Höhe von rund 80 Millionen Euro. Die Kläger halten dem früheren Staatsunternehmen Falschangaben im Börsenprospekt vor.

Anhand eines Musterverfahrens sollen grundlegende Rechtsfragen für die übrigen Klagen geklärt werden. Es gilt als sicher, dass die unterlegene Seite den Bundesgerichtshof anrufen wird. Die ersten Klagen zum umstrittenen Börsengang vom Juni 2000 stammen aus dem Jahr 2001.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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