Marktforschung
Media-Markt wird Topverkäufer vor Weihnachten

Die Elektronikkette Media-Markt wird in den kommenden Wochen voraussichtlich Deutschlands größter Lieferant von Weihnachtsgeschenken. Dies geht auf einer repräsentativen Online-Befragung der Marktforschungsfirma E-Circle hervor, die das Münchener Institut am heutigen Montag veröffentlicht. Zudem zeigt sie: Bei den bevorzugten Einkaufsstätten vor Heiligabend spielen auch Online-Händler eine gewichtige Rolle.

DÜSSELDORF. 37,3 Prozent der über das Internet befragten 5 015 Verbraucher gaben an, Präsente in den Unterhaltungselektronik-Fachmärkten des Düsseldorfer Metro-Konzerns einkaufen zu wollen. Auf Platz zwei landeten Karstadts Warenhäuser (34,9 Prozent). Die Parfümerien des Hagener Douglas-Konzerns (33,8 Prozent) belegten den dritten Rang.

Wer einen Internetanschluss besitzt – und dies sind laut Branchenverband Bitkom inzwischen weit mehr als die Hälfte aller deutschen Haushalte –, plant zudem meist auch einen Geschenkeeinkauf über das World Wide Web. 30 Prozent der Befragten äußerten die Absicht, mindestens ein Präsent online zu erwerben, nur 20 Prozent dagegen schlossen diesen Einkaufsweg kategorisch aus.

Spitzenreiter unter den Web-Händlern ist unangefochten das Internet-Kaufhaus Amazon (51 Prozent der Nennungen), gefolgt von Weltbild (27 Prozent) und Quelle (26 Prozent). Das Online-Auktionshaus Ebay erreicht mit 22 Prozent im Vorweihnachtsgeschäft lediglich den fünften Rang – nahezu gleichauf mit dem Internetangebot des Versandhändlers Otto.

Vertraut man den Ergebnissen der vor sieben Tagen abgeschlossenen Umfrage, dürfte der Geschenkeeinkauf in diesem Jahr überraschend dem notleidenden Versandhandel zu neuem Schwung verhelfen. 63 Prozent aller Befragten gaben zu Protokoll, sich vor Heiligabend aus den Sortimenten von Quelle, Otto, Neckermann & Co. bedienen zu wollen. „Der überwiegende Teil der Kunden wird freilich nicht aus den Katalog auswählen, sondern über das Internet“, glaubt E-Circle Vorstandschef Volker Wiewer. Über diesen Vertriebsweg seien die Versandhändler mit ihren Angeboten weitaus flexibler als mit ihren gedruckten Katalogen, was gerade im Weihnachtsgeschäft eine wichtige Rolle spiele. Eine Meldung des Essener Karstadt-Quelle-Konzerns belegt dies: Die Versandtochter Neckermann habe in der vergangenen Woche erstmals mehr Umsatz über das Internet als über Katalog- und Telefonbestellungen erzielt, teilte deren Geschäftsführer Harald Gutschi am Samstag mit.

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