Medien
Werbeflaute belastet Springer und Pro Sieben

Zwei der größten Medienkonzerne in Deutschland haben heute ihre Zahlen für das zweite Quartal präsentiert. Und sie haben noch eine Gemeinsamkeit: Sowohl Pro Sieben Sat.1 als auch der Axel Springer Verlag leiden massiv unter der Flaute auf dem Werbemarkt. Dieselben Probleme gibt es auch in den USA bei Murdochs News Corp.

HB BERLIN/MÜNCHEN/NEW YORK. Der Medienkonzern Axel Springer leidet unter dem Einbruch der Werbemärkte. Im ersten Halbjahr 2009 ging der Umsatz um 6,6 Prozent auf 1,25 Mrd. Euro zurück. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,1 Prozent auf 162,3 Mio. Euro, wie Axel Springer am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der Konzern hält an seiner verhaltenen Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Bei rückläufigen Umsätzen werde das Ergebnis deutlich schlechter ausfallen.

„Derzeit sehen wir noch keine Anzeichen für eine Erholung in unseren wichtigsten Märkten“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner. Axel Springer habe sich dem Einbruch der Werbekonjunktur nicht entziehen können. Der Rückgang der Werbeerlöse um 13 Prozent auf 541,5 Mio. Euro habe der Verlag allerdings durch ein Einnahmeplus bei den digitalen Medien um 15,1 Prozent teilweise kompensieren können. Die Vertriebserlöse blieben mit einem Minus von 2,9 Prozent auf 580,4 Mio. Euro vergleichsweise stabil.

Döpfner sieht Europas größtes Zeitungshaus (“Bild“, „Die Welt“) gut für die Krise gewappnet. So sei die Abhängigkeit von Auto-, Stellen- und Immobilienanzeigen, die in den letzten Jahren vor allem ins Internet abgewandert sind, mit sechs Prozent des Umsatzes eher ging.

Axel Springer will sich noch stärker als zuvor auf die starken Print- und Online-Titel konzentrieren. „Unsere Basis bleibt das Print-Geschäft“, sagte Döpfner. So leisten die nationalen Zeitungstitel weiterhin den höchsten Beitrag zum Konzernergebnis. Der Umsatz in diesem Segment lag mit 590,6 Mio. Euro 5,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die „Bild“-Zeitung als stärkster Titel habe sich vergleichsweise gut behaupten können.

Der Konzernüberschuss lag mit 267,3 Mio. Euro um 49,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ins Gewicht fiel dabei der Verkauf von Beteiligungen an Regionalzeitungen. Im vergangenen Jahr hatte vor allem der Verkauf der Beteiligung am TV-Konzern Pro Sieben Sat.1 Media zu Buche geschlagen. Damit lag der bereinigte Überschuss im ersten Halbjahr bei 77,5 Mio. Euro (Vorjahr: 112,9 Mio Euro).

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