Medienbericht
Aktionäre wollen Vodafone-Chef entmachten

Vodafone-Chef Arun Sarin soll einem Zeitungsbericht zufolge von institutionellen Anteilseignern entmachtet werden. Einige der größten Aktionäre wollen angeblich bei der Jahreshauptversammlung des Telekom-Konzerns im kommenden Monat gegen die Wiederwahl Sarins stimmen.

HB LONDON. Dies berichtete die britische Zeitung „Sunday Times“. Unter Beschuss stünden neben Sarin auch drei oder vier Direktoren, darunter der frühere Vorstandschef von Daimler-Chrysler, Jürgen Schrempp.

„Vodafone hat den Investoren in der vergangenen Woche gute Nachrichten gemeldet, was das Bargeld betrifft. Aber das darf nicht die Tatsache verdecken, dass Vodafone ein Board hat, das sehr fehlerhaft arbeitet“, zitierte die Zeitung einen Hauptaktionär. „Wenn sich der Konzern erholen soll, muss dieses vorrangige Problem angegangen werden – es gibt eine weit verbreitete Unzufriedenheit mit dem Management.“ Ein Sprecher des britischen Konzerns sagte indes, er habe bislang keine Anzeichen für einen Aufruhr unter den Investoren bemerkt.

Vodafone hatte in der vergangenen Woche angekündigt, drei Milliarden Pfund (knapp 4,4 Milliarden Euro) an die Aktionäre auszuschütten. Zusätzlich werde die Dividende um 49 Prozent erhöht. Zugleich hatte Vodafone einen Fehlbetrag für das im März abgelaufene Geschäftsjahr von 21,8 Milliarden Pfund ausgewiesen. Das ist der größte Verlust in der europäischen Firmengeschichte.

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