Medienbericht
O2 und E-Plus beraten über Kooperation

Der deutsche Mobilfunkmarkt ist hartumkämpft, der Wettbewerb drückt die Preise, neue Kunden gibt es kaum. Einem Pressebericht zufolge sollen nun E-Plus und O2 erneut über Kooperationsmöglichkeiten reden.
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MünchenDie hochverschuldeten Telekomkonzerne Telefónica und KPN reden der „Financial Times“ zufolge erneut über Möglichkeiten für eine engere Zusammenführung ihrer deutschen Töchter O2 und E-Plus. Vergangenen Sommer war bereits ein Anlauf für eine Fusion der viert- und drittgrößten deutschen Mobilfunker gescheitert. Durch den Zusammenschluss wäre auf dem umkämpften deutschen Markt ein neues Schwergewicht entstanden, das die beiden größten Anbieter T-Mobile und Vodafone mit einem Schlag weit hinter sich gelassen hätte.

O2 wollte den Bericht am Freitag nicht kommentieren. Grundsätzlich rede man regelmäßig mit allen Wettbewerbern, hatte Konzernchef René Schuster stets betont. Auch E-Plus wollte sich zu den wiederkehrenden Gerüchten nicht äußern. Die Branche ist hierzulande erheblich unter Druck, denn da bereits jeder Deutsche statistisch gesehen 1,3 Mobilfunkverträge hat, ist das Neukundengeschäft arg begrenzt. Das Wachstum stammt vor allem aus dem wachsenden Datengeschäft und den dort teureren Verträgen für Smartphones oder Tabletcomputer.

Um die durchaus wechselwillige Kundschaft zu locken, liefern sich die Anbieter einen harten Preiskampf, müssen gleichzeitig aber viel Geld in den Aus- und Umbau ihrer Netze und neue Technologien stecken. Seit Jahren wird deshalb über einen Zusammenschluss von E-Plus und O2 spekuliert, bisher aber ohne Ergebnis. Angesichts nötiger Milliardeninvestitionen in den kommenden Jahren dürfte der Druck, Sparmöglichkeiten zu finden, aber weiter wachsen.

Marktführer ist laut Bundesnetzagentur mit einem zuletzt wieder gewachsenen Abstand die Deutsche Telekom mit ihrer Tochter T-Mobile, die im Schlussquartal 2012 knapp 36,6 Millionen Mobilfunkteilnehmer hatte. Dahinter liegt Vodafone mit knapp 33,9 Millionen Kunden, wobei die Briten wie E-Plus Ende 2012 erneut Federn lassen mussten. E-Plus, Tochter der niederländischen KPN, hat 23,4 Millionen Kunden, Telefónica Deutschland (O2) zählt 19,3 Millionen Mobilfunkteilnehmer.

Dividenden im Vergleich

Was Telefónica und France Télécom zahlen

in Euro

(mit der Maus über die Grafik fahren)


Die hochverschuldete spanische O2-Mutter Telefónica hatte nach dem Scheitern der Fusion die deutsche Tochter im Oktober teilweise an die Börse gebracht und gut 1,45 Milliarden Euro eingenommen. Die Spanier sitzen auf einem riesigen Schuldenberg und bekommen die Folgen der Eurokrise auf dem Heimatmarkt zu spüren, für 2012 strichen sie die Dividende. Die Niederländer, ebenfalls hochverschuldet, wollen kommende Woche mit einer Kapitalerhöhung drei Milliarden Euro in die Kasse spülen, um ihre finanzielle Lage zu verbessern.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • O2 wird so geschrieben o2 und nicht o2, auf diese Schreibweise hatten sich vor einigen Jahren Vodafone und o2 entschlossen, damit es eine geringere verwechslungsgefahr zwischen D2 und O2 gibt. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Telef%C3%B3nica_Germany ("Daraufhin wurde im Jahr 2002 der Name an die Mutter angepasst und es entstand die Marke O2. Um Verwechslungen mit der Vodafone-Mobilfunktochter Mannesmann Mobilfunk GmbH und deren früherer Bezeichnung D2 zu vermeiden, verständigte man sich mit Vodafone darauf, in Deutschland auf die Schreibweise O2 zu verzichten und nur O2 (heruntergestellte zwei) oder o2 zu verwenden. Zudem gibt es in Deutschland nur noch die Deutsche Telekom und nicht mehr T-Mobile

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