Medienkonzern
Spekulationen über Verkauf der „Financial Times“

Der Londoner Medienkonzern Pearson denkt darüber nach, die Pearson-Tochter „Financial Times“ zu verkaufen, meldet die Agentur Bloomberg. Doch ein Pearson-Sprecher dementiert Verkaufsabsichten.
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New YorkDer britische Medienkonzern Pearson prüft offenbar einen Verkauf der Zeitung „Financial Times“, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg News am späten Dienstag aus informierten Kreisen erfuhr. Das Unternehmen wolle sich stärker auf den schneller wachsenden Bildungs-Bereich konzentrieren.

Ein Sprecher von Pearson dementierte jedoch die Verkaufsabsichten. Die FT sein ein „wertvoller Teil von Pearson“. „Wir kommentieren grundsätzlich keine Gerüchte, Spekulationen oder Berichte über unser Portfolio, doch diese Meldung ist falsch“, so der Sprecher.

Pearson hat sich dazu entschlossen, bis zum Jahresende Kaufangebote für die Zeitung zu akzeptieren, hieß es laut Bloomberg-Meldung. Die potenziellen Verkaufs-Vorbereitungen laufen demnach im Vorfeld des geplanten Abgangs von Marjorie Scardino, der aktuellen Konzernchefin, die im Januar ihren Posten niederlegen wird. Der Medienkonzern hat keine Investmentbank für Unterstützung bei dem Verkauf angeheuert, erklärten die informierten Personen, die nicht namentlich genannt werden wollten.

Während ihrer 16 Jahre an der Spitze von Pearson hat Scardino die Financial Times als festen Bestandteil des Konzerns stets verteidigt. Pearson könnte einen Kaufpreis um eine Milliarde Pfund (1,25 Milliarden Euro) verlangen, erklärte eine informierte Person, zwei weitere sprachen von mindestens einer Milliarde Dollar (780 Millionen Euro). Auf die FT Group entfallen etwa acht Prozent des Umsatzes von Pearson und zwölf Prozent des Gewinns.

Potenzielle Bieter könnten wohlhabende Einzelpersonen aus Russland, dem Nahen Osten oder Asien sein, jedoch auch Bloomberg LP, erklärte eine der Personen. Bloomberg LP, die Muttergesellschaft von Bloomberg News, hat bereits früher für die FT geboten, scheiterte damit jedoch, sagte eine weitere Person. Eine Sprecherin von Bloomberg LP lehnte eine Stellungnahme ab.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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