Mehrheit der Schweden gegen die Gemeinschaftswährung
Schwedens Nein zum Euro wäre schlecht für Ericsson

Ein Nein der Schweden zum Euro wäre nach Einschätzung des schwedischen Telekomausrüsters Ericsson schlecht für das Geschäft. „Geschäftsleute mögen keine Unsicherheit“, sagte Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg am Freitag in Stockholm.

Reuters STOCKHOLM. „Und ich frage mich, wer langfristig daran interessiert sein sollte, Geld in ein Land in einer europäischen Randlage zu investieren, das eine nationale Währung hat, die auf und ab schwanken kann.“ Gut drei Wochen vor dem Referendum über den Beitritt zur Euro-Zone lehnt eine breite Mehrheit der Schweden Umfragen zufolge den Euro ab. Die Zahl der Euro-Gegner ist auf den höchsten Stand seit sechs Wochen gestiegen.

„Ich will die kurzfristigen Auswirkungen (eines Neins zum Euro) für Ericsson nicht übertreiben“, sagte Svanberg. „Aber langfristig gesehen ist es ganz klar, dass sich unsere Wettbewerbsfähigkeit verschlechtern wird.“ Die Konkurrenz sei keinen Wechselkursschwankungen unterworfen, fügte er hinzu. „Man muss bedenken, dass Siemens, Alcatel und Nokia bereits in der Euro-Zone mit einer stabilen Währung sind. Es ist natürlich wichtig für Ericsson, dieselbe Bilanzwährung zu haben wie diese Firmen.“ Ericsson ist der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetztechnik.

Obwohl Schweden Mitglied der Europäischen Union (EU) ist, trat das Land wie Großbritannien und Dänemark 1999 nicht der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion bei. Am 14. September sind die Schweden zur Volksabstimmung aufgerufen.

Eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Sifo von 1000 Schweden ergab, dass 50 % der Befragten die Einführung der Gemeinschaftswährung ablehnen. Zuvor waren es 49 % gewesen. Unverändert 34 % der Befragten stimmten dem Euro zu. Der Anteil der Unentschiedenen sank von 16 auf 14 %. Zwei Prozent der Befragten wollten der Abstimmung fernbleiben.

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