Microsoft
Was nun, Mr. Ballmer?

Microsoft-Chef Steve Ballmer steht von den Trümmern seiner Strategie. Er hat alles auf Windows 8 gesetzt, doch das Betriebssystem floppt. Lesen Sie in unserer App-Ausgabe Handelsblatt Live, wie es weitergeht.
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San FranciscoDa ist er wieder. Schwungvoll und mit dem breitem Grinsen des Gewinners erscheint Steve Ballmer wie ein ungebetener Partygast plötzlich auf der Bühne des Venetian Hotels in Las Vegas. Dem verdutzten Qualcomm-Chef Paul Jacobs entreißt er die Eröffnungsrede der Konsumelektronik-Messe CES - ein eingespielter Akt. Microsoft mag sich offiziell von der Show CES verabschiedet haben, aber das hält einen Steve Ballmer nicht auf. Mit der röhrenden Stimme des geübten Verkäufers preist der Microsoft-Chef Windows Tablets und Smartphones an, lobt Windows 8 in den Himmel und verlässt die Bühne nicht eher wieder, bevor er dem Publikum seinen neuen Slogan entgegengeschleudert hat: „Born Mobile“.

Das war im Januar 2013. Doch schon damals hätte Ballmer es besser wissen müssen. Microsoft, einst wertvollstes Unternehmen der Welt, Synonym für das Wort Monopol, gehasst und gefürchtet von der Konkurrenz, ist alles andere als „Born Mobile“. Apple, Google und Amazon dominieren die mobile Welt. Bei E-Books, Musik, Filmen und Online-Handel bekommt Microsoft kein Bein auf die Erde. Facebook regiert im Social Web nach Belieben, Ballmers Suchmaschine Bing müht sich erfolglos gegen Google anzurennen. Microsoft, einst mit Abstand der führende IT-Konzern der Welt, hat in den wichtigsten Zukunftsmärkten den Anschluss verpasst. [...]

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Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Microsoft: Was nun, Mr. Ballmer?"

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  • @ stabilis
    Mit einem Klick am 'Kachelrand' kommt man doch in die bekannte Windows GUI (Win7). Keiner wird unter Win8 gezwungen mit der Kachel-GUI zu arbeiten. Da läuft die Kritik ins Leere.

    MS macht Bedienoberfläche nicht wirklich einfach. Die objektorientierte Bedienung wird verwäsert. Die Menueführung ist eine verschachtelte Zumutung. Was man findet - findet man noch lange nicht wieder. Zuviele Automatismen. Man stelle sich vor, man biegt mit dem Auto 3 mal links ab und bei der nächsten Ampel setzt die Karre den Blinker links. Pseudoproduktiv! Überbordender Funktionsumfang.

    Dass Microsoft falsche Schwerpunkte in seiner (Produkt-)Strategie setzt ist offensichtlich. Sie sind sich ihrer Stärken nicht bewußt und veruchen Schwächen auszugleichen in Bereichen, wo sie gegen die Stärken anderer keine Chance haben. Bleibt zu hoffen, dass nicht zu viele Nokia-Manager heute bei MS sitzen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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