Mobile Werbung
Werbekunden überschütten Facebook mit Geld

Der Werbemotor Facebook läuft Vollgas auf allen Zylindern – trotz deutlich erhöhter Preise. Umsatz und Gewinne lassen die Wall Street verblüfft und Konkurrent Google ratlos zurück. Das mobile Internet ist der Schlüssel.
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San FranciscoDer katastrophale Börsengang des sozialen Netzwerks ist vergessen, die Wall Street hat ihren Frieden mit Facebook geschlossen. Die Aktie gehört mittlerweile zu den Lieblingen der Anleger und steht mehr als 80 Prozent über Ausgabekurs von 2012. Geheimnis des Erfolgs ist eine beispiellose Aufholjagd im mobilen Werbemarkt. Nach Vorlage besser als erwarteter Quartalszahlen schoss die Aktie am Mittwoch nachbörslich bis über fünf Prozent in die Höhe auf Rekordkurse von über 74 Dollar.

Tiefer kann man kaum noch stapeln: „Wir hatten ein gutes Quartal“, konstatierte Mitgründer und CEO Mark Zuckerberg lapidar im Analystengespräch und fügte hinzu „wir sehen noch einiges Potenzial“. Analysten wie Mark Hawtin von GAM in New York fassen es anders zusammen: „Außergewöhnlich“, ist seine Schlussfolgerung angesichts der Entwicklung.

Das Unternehmen mit Sitz in Menlo Park stellt mittlerweile die einzige echte Bedrohung für den Nachbarn Google dar. Er residiert nur einen Steinwurf entfernt in Mountain View im Herzen des Silicon Valleys. Vor zwei Jahren war Google noch praktisch alleiniger Profiteur des Trends zur digitalen Werbung, heute ist das anders.

Facebooks Umsatzsteigerung von 61 Prozent im zweiten Quartal 2014 im Jahresvergleich auf 2,91 Milliarden Dollar lässt Googles zuvor gemeldetes Plus von 22 Prozent beinahe alt aussehen. Mit Facebooks Nettogewinnanstieg um 138 Prozent auf 791 Millionen Dollar nach Bilanzstandard GAAP kann Google ebenso nicht mithalten. Die Analystenerwartungen wurden mit einem Gewinnanstieg von fünf Prozent nach GAAP glatt verpasst.

In absoluten Zahlen gemessen liegt die Suchmaschine mit angeschlossener Videoplattform und Handygeschäft noch weit vorne. Alleine der Nettogewinn im Quartal ist größer als Facebooks Quartalsumsatz. Aber neben der Geschwindigkeit, mit der sich die Lücke schließt, beunruhigt CEO Larry Page das Ausmaß, in dem Facebook in seine Geschäftsfelder einbricht. Nutzten im Vorjahr noch eine Million Anzeigenkunden das soziale Netzwerk, sind es jetzt 1,5 Millionen, so Facebooks COO Sheryl Sandberg.

Einen besonderen Fokus legt sie dabei auf kleine und mittlere Unternehmen. Früher buchten sie Suchanzeigen bei Google, heute werben sie mit einer Facebook-Page um Kunden. Zuckerberg testet in den USA sogar einen „Kaufen“-Button, mit dem direkt auf Unternehmens-Seiten eingekauft werden kann. Seit das hauseigene soziale Netzwerk Google+ den Kampf aufgeben musste ist klar, dass Larry Page dieses Feld für Google verloren hat.

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Kommentare zu " Mobile Werbung: Werbekunden überschütten Facebook mit Geld"

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  • German-GAAP ist ebenfalls kein richtiger Bilanzstandard.
    Es gibt in DE nur HGB oder IFRS.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Generally_accepted_accounting_principles

    Mal sehen wie lange es noch dauert bis die Welt
    sich auf einen einigt zB. IFRS.

    Wenigstens in der EU kann seit ner Weile schon überall
    IFRS anwenden.

  • Sehr geehrter Herr Postinett,

    der Bilanzstandard auf welchen Sie sich in obigem Artikel beziehen heißt United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP). Der deutsche Bilanzstandard wird in den USA nebenbei als "German-GAAP" angegeben. Einen Bilanzstandard der GAAP heißt gibt es nicht.

    Viele Grüße

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