Mobilfunk
Bouygues erhöht Offerte für SFR

Der Bieterkampf um den französischen Mobilfunkanbieter SFR geht in die nächste Runde: Bouygues hat sein Bar-Angebot um 1,85 Milliarden auf 13,15 Milliarden Euro aufgestockt. Doch SFR führt exklusive Gespräche.
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ParisIm Bieterkampf um den zweitgrößten französischen Mobilfunkanbieter SFR will sich der Branchendritte Bouygues nicht geschlagen geben und stockt sein Angebot abermals auf. Der Mischkonzern bot am Donnerstag 13,15 Milliarden Euro in bar für die Tochter der Mediengruppe Vivendi und damit fast zwei Milliarden mehr als zuletzt. Allerdings stellt er Vivendi nun nur noch 21,5 Prozent an dem fusionierten Unternehmen in Aussicht statt zuletzt 43 Prozent.

Mit der neuen Offerte will Bouygues die Vivendi-Führung doch noch überzeugen, die sich vorige Woche zu exklusiven Verkaufsgesprächen mit dem Kabel-Konzern Numericable entschlossen hatte. Dieser hatte seinerseits bereits knapp eine Milliarde nachgelegt und bietet Vivendi mittlerweile 11,75 Milliarden Euro in bar und 32 Prozent an dem neuen Unternehmen.

Für das neue Angebot habe sich das Management die Unterstützung von Partnern aus der Industrie und der Finanzbranche gesichert, teilte Bouygues nach Börsenschluss mit. Damit werde SFR mit insgesamt 17,4 Milliarden Euro bewertet. Bouygues will sich mit der Übernahme in dem harten Preiskampf auf dem französischen Mobilfunkmarkt gegen den Billiganbieter Iliad stärken, der auch Marktführer Orange zusetzt.

Numericable will mit SFR ein Bein in den Handymarkt bekommen, um künftig Festnetz, Internet und Mobilfunk aus einer Hand anbieten zu können. Die französische Regierung hat sich für das Bouygues-Angebot ausgesprochen, weil sie sich davon ein Ende des Preisverfalls am Mobilfunkmarkt und damit auch den Erhalt von Arbeitsplätzen verspricht.

Die Bouygues-Aktien hatten in Erwartung des neuen Angebots, von dem bereits in der Zeitung "Le Monde" die Rede war, 2,7 Prozent fester geschlossen. Die Papiere des Numericable-Konzerns, der als Favorit für die SFR-Übernahme gilt, gaben 3,3 Prozent nach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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