Mobilfunkanbieter
EU fürchtet Preisansteig wegen E-Plus-Übernahme

Wie verändert sich der Wettbewerb, wenn die O2-Mutter Teléfonica E-Plus übernimmt? Das wird gerade in Brüssel geprüft. Bisher geht die EU-Kommission von negativen Folgen für den Wettbewerb aus.
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BrüsselDie Prüfung der Übernahme des Mobilfunkanbieters E-Plus durch die O2-Mutter Telefónica hat die Sorgen der EU vor negativen Folgen für den Wettbewerb in Deutschland bislang offenbar bestätigt. Die EU-Kommission schickte am Mittwoch ein Schreiben mit „vorläufigen Bedenken“ an die Unternehmen, wie der Sprecher von Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Donnerstag in Brüssel sagte. Über den Inhalt machte er keine Angaben.

Der Zusammenschluss wurde letzten Sommer von den Firmen angekündigt. Nach Zahlen vom vergangenen Jahr könnte der neue Mobilfunkriese die beiden anderen Mobilfunkanbieter mit eigenem Netz in Deutschland, die Deutsche Telekom und Vodafone, bei der Kundenzahl überflügeln und die neue Nummer eins werden. Telefónica Deutschland gehört zur spanischen Telefónica-Gruppe und tritt mit der Marke O2 auf. E-Plus ist eine Tochter des niederländischen Unternehmens KPN.

Die EU-Kommission meldete jedoch im Dezember Bedenken gegen die Fusion an und leitete eine Prüfung ein. Wenn aus vier Wettbewerbern drei würden, könnte dies den Wettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt einschränken - zu Lasten der Kunden. Es könne zum Beispiel das Risiko nicht ausgeschlossen werden, dass die verbleibenden drei Betreiber ihr Wettbewerbsverhalten abstimmten und die Preise erhöhten.

Jetzt können sich die Firmen zu den Bedenken der EU-Kommission äußern und auch eine Anhörung in Brüssel beantragen, wie Almunias Sprecher erläuterte. Die Entscheidung, ob die Fusion erlaubt, unter Auflagen erlaubt oder verboten wird, muss nach den gesetzlichen Fristen bis 14. Mai fallen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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