Mobilfunkanbieter
EU will E-Plus-Übernahme durch O2 genehmigen

Die EU-Kommission genehmigt offenbar den Kauf von E-Plus durch O2. Sie hatte steigende Mobilfunkpreise befürchtet. Die O2-Mutter Telefonica muss für eine Fusion allerdings große Zugeständnisse machen.
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BrüsselDie EU-Kommission wird nach Reuters-Informationen den Kauf von E-Plus durch O2 genehmigen, wenn das neue Unternehmen mindestens ein Fünftel seiner Netzkapazität an kleinere Rivalen abgibt. Das sei die Bedingung, um die geplante Übernahme im Volumen von 8,6 Milliarden Euro durchzuwinken, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen am Montag. Sollte die Fusion gelingen, würden der dritt- und der viertgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland zum neuen Marktführer vor Deutscher Telekom und Vodafone fusionieren.

Die Wettbewerbshüter haben das Mitte 2013 angekündigte Vorhaben intensiv unter die Lupe genommen, da sie fürchten, nach der Fusion könnten die Mobilfunkpreise in Deutschland steigen. Telefonica Deutschland hat mehrere Zugeständnisse angeboten, unter anderem Starthilfe für einen neuen Wettbewerber.

Hauptantrieb für eine Fusion ist für die Unternehmen die Aussicht auf hohe Einsparungen: Durch das Zusammengehen sollen die Kosten um bis zu 5,5 Milliarden Euro sinken. Das wäre vor allem dadurch erreichbar, dass nur noch eines statt bislang zwei Mobilfunknetze betrieben werden müsste. Deren Unterhalt ist sehr teuer.

Zusammen kamen O2 und E-Plus zum Zeitpunkt der Ankündigung Mitte 2013 auf knapp 44 Millionen Handy-Nutzer. Die Telekom zählte damals auf ihrem Heimatmarkt 37 Millionen, Vodafone in Deutschland knapp 36 Millionen Mobilfunkkunden.

Hinter O2 steht Telefonica Deutschland (o2), eine Tochter der spanischen Telefonica. E-Plus gehört der niederländischen KPN.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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