Mobilfunkdienstleister weiter im Aufwind
Mobilcom-Aktionäre zetteln Streit an

Die Aktionäre des Mobilfunkdienstleisters dürfen sich über eine steuerfreie Dividende für 2003 freuen. Und Mobilcom erwartet nach einem starken Auftaktquartal auch 2004 einen deutlichen Anstieg seines operativen Konzernergebnisses. Gleichzeitig erwägen einige Anleger Schadenersatzansprüche gegen France Telecom.

HB HAMBURG. Andere Kleinaktionäre warfen dem Unternehmensgründer und einstigen Vorstandschef, Gerhard Schmid, auf der Hauptversammlung am Mittwoch in Hamburg dagegen vor, einen Rachefeldzug zu führen, der den Erfolg der Firma gefährde. Schmid unterstützt den Antrag einer Aktionärsgruppe, Schadensersatzansprüche gegen den einstigen UMTS-Partner France Telecom prüfen zu lassen. Zur Nachrichtenagentur Reuters sagte Schmid, die Schadensersatzansprüche seien begründet.

Grenz sagte auf der Aktionärsversammlung, die Zahlen für das Kerngeschäft belegten einen auch im April anhaltenden positiven Trend. „Mobilcom befindet sich operativ im Aufwind.“ Zugleich bekräftigte Grenz seine Prognose, wonach das operative Ergebnis des im TecDax notierten Konzerns 2004 das des Vorjahres deutlich übertreffen werde und beide Geschäftsfelder dazu beitragen sollten. Für das von der Tochter Freenet betriebene Festnetzgeschäft stellte Grenz dabei weiterhin hohe Wachstumsraten beim schnellen Internetzugang DSL in Aussicht. Gleichzeitig werde der Mobilfunk als zunehmende Konkurrenz zum Telefonieren über das Festnetz wachsen.

Auf die erstmals seit 1999 gezahlte Dividende von 0,40 Cent für das abgelaufene Jahr müssen die Aktionäre keine Steuer entrichten. Die normalerweise fällige Kapitalertragssteuer entfalle für Privatanleger, da die Gesellschaft die Ausschüttung an die Anteilseigner aus Kapitalrücklagen zahle, sagte Grenz.

Sein operatives Ergebnis hatte der zweitgrößte deutsche Mobilfunkdienstleister in den ersten drei Monaten dank starker Ergebnisse seiner Festnetzsparte sowie höherer Erträge im Mobilfunk fast verdreifacht. Vor gut einem Jahr war die Firma nach einem Streit zwischen den Hauptaktionären Schmid und France Telecom über den Ausbau des UMTS-Mobilfunks nur knapp der Pleite entgangen.

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