Musik-Flatrate
Nokia setzt Apple unter Druck

Der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia will im Musikgeschäft eine aktivere Rolle übernehmen. Ab Sommer nächsten Jahres können Nutzer unbegrenzt Titel von Universal Music auf ihr Handy laden. Die Zusammenarbeit ist ein weiterer Schritt Nokias, dem führenden Online-Musikanbieter, Apple, ernsthaft Konkurrenz zu machen.

AMSTERDAM. Zusammen mit dem größten Musik-Konzern der Welt, Universal Music Group International, plant der finnische Branchenprimus ein neues Geschäftsmodell für das legale Herunterladen von Musik: In der zweiten Jahreshälfte 2008 wird Nokia einige Handy-Modelle anbieten, bei denen ein einjähriges Abonnement des gesamten Universal-Musik-Katalogs im Preis mit enthalten ist.

Bei der Vorstellung der Kooperation während des Kapitalmarkttages von Nokia in Amsterdam bezeichnete Universal-Chef Lucian Grainge das neue Angebot als "einmalig“, da der Kunde erstmals nicht für ein einzelnes Lied zahlen muss, sondern ein Jahr lang unbegrenzt herunterladen kann. Mit der Nokia -Kooperation hat Universal einen klaren Seitenwechsel vollzogen: Der Konzern hat erst vor Kurzem seinen Vertrag mit dem Itunes Music Store von Apple gekündigt.

Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärte Nokias Multimedia-Chef Anssi Vanjoki, sein Unternehmen verhandele mit "allen großen Musik-Konzernen“ über deren Beteiligung an dem neuen Konzept. Er wies darauf hin, dass auch nach Ablauf des Abonnements die Musikstücke dem Kunden gehören.

Damit unterscheidet sich der Dienst von anderen Angeboten, bei denen ein gültiges Abo zum Hören der Musik notwendig ist. Vanjoki wollte nicht sagen, wie viel sein Konzern an Universal Music für den Zugang zu deren Musikkatalog mit Künstlern wie U2, den Rolling Stones und Pavarotti zahlt. "Beide Partner werden Geld verdienen“, sagte Vanjoki und deutete an, dass der Dienst an bestimmte Handy-Modelle gebunden ist, die möglicherweise mit dem Musik-Abo etwas teurer sein werden.

Die Zusammenarbeit mit Universal ist ein weiterer Schritt Nokias, dem führenden Online-Musikanbieter, Apple, Paroli zu bieten. Auch die Ankündigung von Nokia -Chef Olli-Pekka Kallasvuo, seine Produkte noch stärker auf das Internet auszurichten, zählt dazu.

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