Nachwuchsmangel
Luftfahrtindustrie bleibt Jobmotor

Die Luftfahrtindustrie bleibt trotz des zeitweiligen Einstellungsstopps bei Airbus nach Einschätzung von Experten ein Wachstumsmotor. „Uns fehlen die Ingenieure“, sagte Joachim Szodruch vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Hamburg.

HB HAMBURG. In Hamburg treffen sich 700 Ingenieure und Wissenschaftler zum Jahreskongress des Verbandes ICAS (International Council of Aeronautical Sciences). Auf der Tagesordnung stehen unter anderem neue Trends bei Flugzeugentwicklung und Luftverkehrsforschung.

Der Erfolg der Luftfahrtindustrie der Stadt stehe auf mehreren Säulen, sagte Staatsrat Gunther Bonz von der Hamburger Wirtschaftsbehörde. Zusätzlich zu Airbus seien dies Lufthansa Technik, mittelständische Zulieferer, der Flughafen Hamburg sowie die Universitäten. „Die Zulieferer beschäftigen mehr als 9 000 Menschen“, sagte er. Wartung, Reparatur und Flugzeugumrüstung zählen zu den umsatzstärksten Geschäftsfeldern der Luftfahrt. Dort ist Lufthansa Technik mit zahlreichen Tochterfirmen eines der global führenden Unternehmen.

Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) hat die Branche ein jährliches Umsatzvolumen von 18,6 Mrd. Euro. Die Region Hamburg zählt neben Toulouse und Seattle zu den weltweit wichtigsten und größten Luftfahrtstandorten.

Nach Einschätzung der Wissenschaftler liegen die größten Herausforderungen für die Luftfahrt bis zum Jahr 2020 vor allem im Bereich Umwelt- und Lärmschutz sowie in der Optimierung der Flugsicherung. „Wir werden da aber eher Evolution als Revolution sehen“, sagte Szodruch. Ein ehrgeiziges Ziel sei, bis zum Jahr 2020 den Kraftstoffverbrauch im Vergleich zum Jahr 2000 um 50 Prozent zu senken. Experten gehen davon aus, dass das Luftverkehrsaufkommen in den kommenden Jahren um rund fünf Prozent pro Jahr wächst.

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