Navi-Anbieter
Tomtom steigert Umsatz mit Fahrradcomputern

Die Nachfrage nach Sportuhren und Fahrradcomputern mit GPS-Technologie ist stark angestiegen - und hat bei Tomtom neue Hoffnung geschürt: Der Navigationsgerätehersteller hob seine Jahresprognose an.
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AmsterdamLäufer und Fahrradfahrer sind die neuen Hoffnungsträger von Europas größtem Navigationsgerätehersteller Tomtom. Das von Autokrise und Smartphone-Boom getroffene niederländische Unternehmen zeigt Erfolge im Kampf um neue Kunden: Wegen starker Nachfrage nach Sportuhren und Fahrradcomputern mit GPS-Technologie hob das Management seine Jahresprognose an. Das Unternehmen profitiere zudem vom robusten Konsumklima in Deutschland und Großbritannien, erklärte Firmenchef Harold Goddijn.

Tomtom erwartet für dieses Jahr nun einen Umsatz am oberen Ende der Spanne von 900 bis 950 Millionen Euro. Zudem stellte Goddijn ein höheres Ergebnis in Aussicht. Die Tomtom-Aktie kletterte daraufhin an der Börse in Amsterdam rund fünf Prozent in die Höhe.

Das Unternehmen sah sich zu einer Umorientierung gezwungen, weil es an mehreren Fronten mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat. Da ist zum einem die anhaltende Flaute in der Autobranche, die auf den Absatz mit Fahrzeug-Navis schlägt. Unter Druck ist auch das Geschäft mit mobilen Geräten, in dem Tomtom mit dem US-Rivalen Garmin im Wettstreit steht. Hier sorgen deutlich günstigere oder sogar kostenlose Smartphone-Apps für noch mehr Konkurrenz. Dies schlägt sich in der Zwischenbilanz zum abgelaufenen Quartal nieder. Der Umsatz sank um elf Prozent auf 244 Millionen Euro. Der Gewinn brach um fast die Hälfte auf elf Millionen Euro ein, übertraf aber die Experten-Erwartungen.

Für bessere Aussichten steht das Sportgeschäft: Jogger, Wanderer und Radfahrer greifen gerne auf die Spezialuhren mit Navigationshilfen zurück, da diese leicht mitzuführen sind und nicht so rasch wieder wie Mobiltelefone aufgeladen werden müssen. Ein weiterer Geschäftszweig sind dabei digitale Landkarten, in dem Tomtom mit Google und Nokia konkurriert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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