Navi-Software-Hersteller
Tele Atlas enttäuscht Analysten

Der Digitalkartenhersteller Tele Atlas, den der Navigationsgerätehersteller TomTom für 1,8 Milliarden Euro übernehmen will, hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen die Expertenerwartungen verfehlt.

HB FRANKFURT. Die Erlöse der niederländischen Firma kletterten im dritten Quartal um 14 Prozent auf 74,3 Mill. Euro, wie Tele Atlas am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 79 Mill. Euro gerechnet. Der bereinigte Gewinn des Unternehmens vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 35 Prozent auf 15 Mill. Euro zu. Unter dem Strich stand ein Verlust, der aber mit rund zwei Mill. Euro deutlich geringer ausfiel als ein Jahr zuvor (18 Mill. Euro).

Tele Atlas profitiert vom Boom bei „Navis“, in denen ihre digitalen Landkarten eingesetzt werden. Den größten Teil der Umsätze macht Software für Navigationsgeräte aus. Die niederländische Investmentbank SNS Securities zeigte sich vor allem davon aber enttäuscht. Die Analysten hatten in dem Bereich mit deutlich höheren Umsätzen gerechnet.

Spekulation auf höheres Gebot

Für die kommenden Jahre peilt Tele Atlas ein Umsatzwachstum um jeweils mehr als ein Fünftel an. Das Ebitda soll um rund die Hälfte zulegen. Das dürfte dann vor allem TomTom zu Gute kommen. Tele-Atlas-Chef Alain De Taeye rechnet damit, dass die Aktionäre ihre Aktien an den Rivalen verkaufen. Noch spekulieren aber viele auf eine höhere Offerte oder ein konkurrierendes Angebot. An der Börse notierte die Aktie am Mittwoch mit gut 23 Euro weit höher als die gebotenen 21,25 Euro je Aktie.

De Taeye sagte, es gebe keine Anzeichen für eine Aufstockung der Offerte von TomTom. Zu Spekulationen über eine Gegenofferte sagte er: „Sobald wir ein Übernahmeangebot hätten, müssten wir das öffentlich machen.“ Das Angebot von TomTom läuft noch bis 4. Dezember. Falls die Kartellbehörden die Übernahme bis dahin nicht genehmigt haben sollten, könne die Frist noch verlängert werden, sagte De Taeye.

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