Netzwerkausrüster
Adva erwartet starkes Geschäftsjahr

Besonders die Nachfrage von Telekom-Konkurrenten sowie der zunehmende Technikbedarf von Facebook und Co. sorgen für gute Geschäfte bei Adva. Gegenüber großen Wettbewerbern sieht sich das Unternehmen im Vorteil.
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MünchenDer Netzwerkausrüster Adva Optical Networking rechnet dank reger Nachfrage von kleinen Telekommunikationsbetreibern und Internet-Konzernen mit einem starken Geschäftsjahr. „Ich erwarte schon, dass wir um einiges mehr wachsen. Letztes Jahr war ich nicht happy“, sagte Firmenchef Brian Protiva am Donnerstag im Reuters-Interview. Vor allem aggressive Herausforderer der etablierten Telekom-Konzerne würden ihre Technik mit Adva-Produkten aufrüsten, um den Konkurrenzkampf anzufachen. Zudem bauten Web-Giganten wie Facebook und Google und andere Unternehmen ihre Netztechnik aus.

Bereits im Schlussquartal 2011 hatte Adva dank einer modernisierten und einer rentableren Produktpalette einen Gewinnschub verzeichnet. Binnen Jahresfrist legte der Gewinn auf 8,7 Millionen Euro von zuvor 1,6 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte auf den Rekordwert von 83,4 Millionen Euro. Im Gesamtjahr hat sich der Gewinn des Unternehmens aus Martinsried bei München auf fast 17 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Für das erste Quartal 2012 veranschlagt Adva einen Umsatz zwischen 79 und 83 Millionen Euro und eine operative Marge zwischen zwei und fünf Prozent.

Künftig werde Adva von deren wachsenden Datenflut im Netz durch den Triumphzug des mobilen Internets und der neuen Mobilfunkgeneration LTE profitieren. „LTE treibt Bandbreite ins Netz“, sagte Protiva. Die Zahl der Funkmasten wachse durch den schnellen Standard stark, deren Anbindung an das Zugangsnetz erfolge oft durch Adva-Technik. Große Netzbetreiber bauten verstärkt ältere Technologie ab. „Die schieben immer mehr in unsere Richtung.“ Zudem bessere sich der Konkurrenzkampf in der Branche zugunsten der verhältnismäßigen kleinen Adva. Größere Rivalen wie Nokia Siemens Networks (NSN) oder Alcatel-Lucent hätten es immer schwerer. Vor allem NSN leide unter den aktuellen Turbulenzen. „Niemand arbeitet da drin. Es geht nur noch darum, zu den Überlebenden zu gehören“, sagte Protiva. Innerhalb der nächsten drei Jahre werde der eine oder andere große Wettbewerber verschwinden.

Chinesische Konkurrenten verdürben in Europa die Preise nicht mehr, was Protivas Haus nütze. „Huawei ist groß, aber nicht mehr preisaggressiv“, sagte er. „Als Marktführer agiert man anders.“ Die Marktschlacht mit den Asiaten habe Adva in den vergangenen Jahren einige Prozentpunkte an Wachstum gekostet. Die schlimmsten Zeiten seien allerdings vorbei. „Ich konkurriere heute lieber mit den Chinesen als vor fünf Jahren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ***Vor allem NSN leide unter den aktuellen Turbulenzen. „Niemand arbeitet da drin. Es geht nur noch darum, zu den Überlebenden zu gehören“, sagte Protiva.***

    "Wir arbeiten mit grossem Einsatz bei NSN Optical Networks, diese Bemerkung von Herrn Protiva ist nicht sehr angenehm für die um den Arbeitsplatz kämpfenden NSN'ler" mfg Johann Muhr

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