Netzwerkbauer
Ericsson setzt zu milliardenschwerer Rosskur an

Der Netzwerkbauer Ericsson will sich auf das Dienstleistungsgeschäft fokussieren und Optionen für seine defizitäre Mediensparte sondieren. Dazu sollen Rückstellungen von bis zu 944 Millionen Euro gebildet werden.
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StockholmDer schwächelnde Netzwerkbauer Ericsson nimmt bei der Suche nach einem Ausweg aus seiner Krise Milliardenlasten in Kauf. Allein wegen „negativen Entwicklungen bei großen Kundenprojekten“ würden im ersten Quartal Rückstellungen von bis zu umgerechnet 944 Millionen Euro gebildet, teilte das schwedische Unternehmen am Dienstag mit. Auch dürften Abschreibungen den Betriebsgewinn um bis zu 420 Millionen Euro schmälern.

Zudem kündigte der zu Jahresanfang angetretene Chef Börje Ekholm einen Konzernumbau an. Die Kosten bezifferte er für 2017 auf bis zu 840 Millionen Euro. Ericsson will sich verschlanken, wieder auf das Dienstleistungsgeschäft fokussieren und die Optionen für die defizitäre Mediensparte sondieren.

Im kommenden Jahr sei mit „erheblichen Verbesserungen“ zu rechnen, erklärte Ekholm. Der Weltmarktführer will angesichts der Auftragsschwäche die Kosten senken. Ericsson macht zu schaffen, dass in den Industrieländern viele Mobilfunkprojekte abgeschlossen sind und der Übergang zur nächsten Generation 5G wohl frühestens 2020 ansteht. Zudem setzt den Schweden der harte Konkurrenzkampf mit Rivalen wie Huawei aus China und dem finnischen Nokia-Konzern zu. wieder auf das Dienstleistungsgeschäft fokussieren und die Optionen für die defizitäre Mediensparte sondieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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