Neue Optionstarife untersagt
Gericht stoppt Angebote der Telekom

Die Deutsche Telekom hat im Streit mit ihren Wettbewerbern um kostenlose Telefonate am Wochenende vor Gericht eine Schlappe erlitten. Das Verwaltungsgericht Köln stoppte am Freitag vorerst zwei neue „Aktiv-Plus“-Angebote des Bonner Riesen.

HB FRANKFURT. Die Tarife, die gegen Aufschläge kostenlose Gespräche an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen beziehungsweise Freiminuten ermöglichen, verstießen gegen das Telekommunikationsgesetz, erklärte das Gericht am Dienstag in Köln. Die von der Telekom-Regulierungsbehörde als Marktaufsicht genehmigten Tarife stellten unzulässige Preisabschläge dar, wodurch Wettbewerber der Telekom behindert würden. Das Gericht habe angeordnet, dass die Klagen der Wettbewerber gegen die Telekom-Tarife aufschiebende Wirkung hätten. Gegen die Entscheidung des Gerichts ist den Angaben zufolge Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht Münster möglich (Az. 1 L 2579/03, 1 L 2594/03, 1 L 2789/03).

Die Telekom bietet seit 1. Oktober ihren Kunden die Möglichkeit, für 4,22 € extra im Monat zwei Stunden kostenlose Orts- und innerdeutsche Ferngespräche im Festnetz führen zu können. Zudem sind gegen einen Aufschlag von 9,22 € im Monat alle Orts- und innerdeutschen Ferngespräche im Festnetz an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen kostenlos. Gegen die beiden neuen Tarife hatten Wettbewerber der Telekom und das Bundeskartellamt Bedenken angemeldet. Die Wettbewerber hatten unter anderem Druck auf ihre Gewinnmargen befürchtet. Kläger vor dem Verwaltungsgericht war neben 01051 Telecom der größte Konkurrent der Telekom auf dem Privatkundenmarkt, Arcor, der inzwischen wie die Telekom einen Tarif mit kostenlosen Wochenend- und Feiertagsgesprächen anbietet.

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