News Corp
Medienmogul Murdoch weist Vorwürfe zurück

Der Medienkönig Rupert Murdoch wehrt sich. Beim britischen Sonntagsblatt „News of the World“, das zu News Corp.gehört und am Sonntag eingestampft wurde, habe es lediglich „kleinere Fehler“ gegeben.
  • 0

New York Der wegen des Abhörskandals in Großbritannien schwer unter Druck gerate Medienmogul Rupert Murdoch nimmt seine News Corp. und seinen Sohn James in Schutz. Sein Unternehmen habe die Krise „extrem gut gehandhabt und zwar in jeder Hinsicht“, sagte Murdoch dem „Wall Street Journal“. Es habe nur „kleinere Fehler“ gegeben.

Das „Wall Street Journal“ ist selbst eines der Aushängeschilder des Medienimperiums, zu dem unter anderem noch das Filmstudio 20th Century Fox, die Fox-Fernsehsender sowie Buchverlage gehören. Der Skandal ereignete sich aber beim britischem Sonntagsblatt „News of the World“, das Murdoch daraufhin eingestampft hat.

Murdoch, sein Sohn James sowie Verlagschefin Rebekah Brooks stehen am nächsten Dienstag vor einem parlamentarischen Ausschuss in Großbritannien Rede und Antwort - die Murdochs hatten allerdings lange gezögert mit ihrer Zusage. Rupert Murdoch kündigte nun auch eine firmeninterne Untersuchung an, die von einer unabhängigen Kommission durchgeführt werden solle.

In den vergangenen Tagen gab es immer neue Enthüllungen, wie Reporter die Telefone von Verbrechensopfern, Prominenten und Politikern abgehört haben. Der Aktienkurs stürzte daraufhin ab. „Ich komme darüber hinweg“, sagte Murdoch zu den Negativschlagzeilen. Bislang habe sein Unternehmen noch keine Schäden davongetragen, „die nicht repariert werden könnten“. Auch Murdochs Sohn James war in die Kritik geraten. Er führt die Geschäfte der News Corp. in Europa und ihm war vorgeworfen worden, nicht schnell genug durchgegriffen zu haben. „Ich denke, er hat in dem Moment so rasch gehandelt wie er konnte“, sagte sein 80jähriger Vater und führte aus, dass sich an der Stellung von James Murdoch im Konzern nichts ändere.

Rupert Murdoch hat nach eigenen Angaben auch keine Pläne, sich von seinem Zeitungsgeschäft zu trennen, auf das er sein Imperium aufgebaut hatte. In Medien waren schon früh Spekulationen aufgekommen, er könnte sich von seinen verbliebenen britischen Blättern „The Sun“, „The Times“ und „The Sunday Times“ trennen. Murdoch bezeichnete diese Berichte als „puren Müll“ und wies sie aufs Schärfste zurück.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " News Corp: Medienmogul Murdoch weist Vorwürfe zurück "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%