Niedrigere Preise und Pauschaltarife
Umsätze in der Telekombranche sinken erneut

Der anhaltende Preisverfall in der Telekombranche sorgt dafür, dass die Umsätze der Anbieter in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge sinken. Vor allem die Deutsche Telekom macht ihren Wettbewerbern derzeit mit Angeboten zur unbegrenzten Nutzung von Telefon und Internet zum Pauschaltarif das Leben schwer.

DÜSSELDORF. Der anhaltende Preisverfall in der Telekombranche sorgt dafür, dass die Umsätze der Anbieter in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge sinken. Dies ist das Ergebnis der jährlichen Markt-Untersuchung des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), in dem sich die Konkurrenten der Deutschen Telekom zusammengeschlossen haben. Demnach sinken die Umsätze in der gesamten Branche in diesem Jahr um drei Prozent auf gut 63 Mrd. Euro – obwohl die Nutzung von Telefon- und Internetdiensten gleichzeitig zunimmt.

Den Grund für die anhaltenden Umsatzeinbußen sieht VATM-Präsident Gerd Eickers in der zunehmenden Verbreitung von monatlichen Pauschaltarifen. „Auch für das kommende Jahr erwarten wir einen Umsatzrückgang – allerdings nur noch um 1,5 Prozent“, sagt er.

Vor allem die Deutsche Telekom mache ihren Wettbewerbern derzeit mit Angeboten zur unbegrenzten Nutzung von Telefon und Internet zum Pauschaltarif das Leben schwer. Der Bonner Konzern koppele diese Angebote an Vertragslaufzeiten von zwei Jahren, während Kunden früher eine Kündigungsfrist von nur sechs Tagen besaßen. „Das ist der Versuch, die Marktmacht der Telekom in langfristige Verträge umzusetzen“, schimpft Eickers. Der VATM prüfe derzeit, ob darin nicht ein Missbrauch von Marktmacht liege.

Die Markt-Studie zeigt, dass die Telekom bei Festnetzanschlüssen in Deutschland immer noch einen Marktanteil 83 Prozent besitzt. Dabei leiden die Bonner unter einem massiven Kundenverlust in diesem Bereich. Allein im vergangenen Jahr kehrten gut zwei Millionen Festnetzkunden dem Konzern den Rücken. Sie wechselten zum Teil zu den Wettbewerbern, die ihren Marktanteil bei Festnetzanschlüssen insgesamt von 13 auf 17 Prozent ausbauen konnten. Ein Teil der Kunden nutzt aber offenbar inzwischen ausschließlich das Handy zum telefonieren.

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